«Brauchen mehr Fredis im Land»

Jeder habe die Pflicht für die Freiheit unseres Landes einzustehen, forderte SVP-Nationalrat Alfred Heer in seiner Rede in Weiningen. Ebenso kämpferisch zeigte sich Roland Wüthrich, Präsident der SVP Weiningen. Er wehrte sich vehement gegen die Kritik der SP am diesjährigen Festredner.

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Limmattaler Zeitung

Sandro Zimmerli

Von Ablehnung keine Spur - mit viel Applaus empfingen die Weininger ihren diesjährigen 1.-August-Redner Alfred Heer auf dem Festplatz beim Guldiberg. Man war sogar ein bisschen stolz darüber, mit dem Nationalrat und Präsidenten der SVP des Kantons Zürich einen prominenten Gast in der Gemeinde begrüssen zu dürfen. «Jedes Jahr werden National- und Ständeräte mit Anfragen überhäuft», sagte Roland Wüthrich, Präsident der organisierenden SVP Weiningen.

Das tönte im Vorfeld der Nationalfeier noch ganz anders. Die Wahl Heers zum diesjährigen Festredner kam nicht überall gut an. Heer sei ein «Rechts-aussen-Scharfmacher», eine «grobe Zumutung» war von der SP der Kreisgemeinde Weiningen zu vernehmen. «Für uns ist das eine richtige Provokation», echauffierte sich SP-Präsident Max Bürgis. Mit Heer als Redner verkomme das
1.-August-Fest zu einem SVP-Parteianlass (Ausgabe vom 28. Juli).

Kritik an den Sozialdemokraten

Diese Kritik wollte man Seitens der SVP so nicht auf sich sitzen lassen. Noch bevor Alfred Heer das Rednerpult betrat, verurteilte Wüthrich die Aussagen der SP aufs Schärfste: «Es geht nicht an, dass Leute kritisiert werden, die sich für uns opfern.» So einer sei Alfred Heer. Wüthrich forderte daher: «Wir brauchen mehr Fredis in diesem Land.»

Heer selber liess sich nicht auf Diskussionen ein, hielt aber trotzdem eine gewohnt kämpferische und angriffige Rede. «Wir selber haben es in der Hand, die Zukunft unseres Landes in voller innerer und äusserer Freiheit zu gestalten und zu bewahren», so Heer. Der vor 718 Jahren geschlossene Bund für Freiheit und Selbstbestimmung habe von seiner Kraft noch nichts verloren. Damit dies auch weiterhin so bleibe, habe jeder von uns die staatsbürgerliche Pflicht sich dafür einzusetzen, dass jeder Bürger wieder selber imstande sei, vor die Haustüre zu treten, um zu sehen, was es gebe. «Denn keine Regierung und keine Bataillone mögen dort Recht und Freiheit schützen, wo der Bürger nicht selber imstande ist, vor die Haustüre zu treten, um zu sehen, was es gibt», erklärte er in Anlehnung an ein Zitat Gottfried Kellers.