1. Enthauptung

In Katar, Jemen und Iran ist die Enthauptung noch heute als Strafe vorgesehen. Der einzige Staat, der jedoch noch Enthauptungen durch das Schwert vornimmt, ist Saudi-Arabien. Mögliche Verbrechen dabei sind Vergewaltigung, Ehebruch, Mord, Hexerei, Apostasie (Abwendung aus einer Religionszugehörigkeit) oder der Handel mit Betäubungsmitteln.

2. Vergiftung

Seit den 1980er Jahren gilt die Vergiftung durch Giftspritze als «humanste» Form der Hinrichtung und ist somit die meist angewandte Methode für Todesstrafen in den USA. Einige Bundesstaaten verwenden jedoch auch noch die Gaskammer.

Eine Todeskammer in San Quentin, Kalifornien.

Eine Todeskammer in San Quentin, Kalifornien.

Laut den Berichten von Amnesty International kommt die Giftspritze auch in China zum Zuge, genaue Informationen dazu unterliegen jedoch Chinas staatlicher Geheimhaltung.

3. Tödlicher Elektroschock

Schon 1889 führten die USA die elektrische Hinrichtung ein. Sie wurde zuvor an Tieren erprobt und galt als «menschlichere» Todesart im Vergleich zur Enthauptung. Zeugen diverser Hinrichtungen dieser Art bezeichneten sie jedoch als äusserst grausam und qualvoll. Der elektrische Stuhl kommt daher heute meist nur noch auf ausdrücklichen Wunsch des Verurteilten zum Einsatz.

Von den anderen Ländern verwendeten einzig die Philippinen den elektrischen Stuhl, und zwar in den Jahren 1924 bis 1976.

Elektrischer Stuhl im Florida State Prison, USA.

Elektrischer Stuhl im Florida State Prison, USA.

4. Erhängen

Besonders streng ist das Gesetz in Singapur: Für den Besitz von mehr als 500 Gramm Cannabis oder 30 Gramm Kokain droht beispielsweise bereits die Todesstrafe durch Erhängen. Weitere Delikte mit derselben Folge sind Mord, Mordauftrag, Landesverrat und illegaler Schusswaffengebrauch.

Laut Amnesty International werden heute in folgenden Ländern nebst Singapur ebenfalls noch Todesstrafen durch Hängen vollstreckt: Ägypten, Irak, Iran, Japan, Jordanien, Libyen, Pakistan und Malaysia.