Eidgenössisches

Deutschland freut sich schon auf das «Eidgenössische»

Für Deutsche exotisches Brauchtum.

Für Deutsche exotisches Brauchtum.

Wenige Tage vor Beginn des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests 2013 in Burgdorf blicken auch unsere nördlichen Nachbarn auf die Schweiz und ihre urchiges Brauchtum. Deutschland entdeckt das Schwingen.

«Was wie menschlicher Bullenkampf wirkt, ist präzise Technik», beschreibt der deutsche Spiegel den Schweizer Nationalsport und erklärt seinen Lesern Ausdrücke wie Schlungg und Zwilch. «Wer damit erfolgreich ist, ist in der Schweiz so bekannt wie in Deutschland ein Fussballnationalspieler.»

Der Autor beschreibt seine Eindrücke von der Bergschwinget in Sörenberg: «Urlaute wie «Pfüüüt!» und «Huaaa!» brechen aus den Aktiven heraus.» Im Gespräch mit Schwinger Torsten Betschart findet er heraus, dass die grobschlächtigen Schwinger aber durchaus freundliche und intelligente Leute sind. Betschart spielt Klavier und arbeitet an seiner Doktorarbeit.

Gewinner ist der Böse

Die Reportage beschreibt eine Schweiz, wie sie sich deutsche und andere Touristen wünschen: «Im Hintergrund blitzen die Berggipfel. Davor stehen sonnengegerbte Holzbauernhäuser mit bunt lackierten Fensterläden.» Für die «Dauerbeschallung» mit Jodeln kann sich der Schreiber aber nur mässig begeistern.

Über die Regeln im Schwingsport erfährt der Leser kaum etwas. Nur so viel: «Der Gewinner ist der Böse. So werden Wettkampfsieger und Spitzenschwinger genannt». (cze)

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