Die Aargauer Strassen werden von vier Werkhöfen aus unterhalten. Die Werkhöfe stehen in Lenzburg, Windisch, Wohlen und Frick. In den Lagern ist das Salz noch bergeweise vorhanden, wie eine Umfrage zeigt.

Im Kreis I, der den westlichen Teil des Kantons abdeckt, sind noch 800 Tonnen Salz an Lager. «Gebraucht wurden bis jetzt 340 Tonnen», sagt Roger Bütikofer, Strassenmeister im Kreis I. Im Frühling oder Sommer werden die Lager jeweils gefüllt. In den letzten zehn Jahren gab es Winter, in denen nur 230 Tonnen gestreut wurden, in strengen Wintern werden die Vorräte aufgebraucht und es muss sogar nachbestellt werden. Im Winter 98/99 zum Beispiel benötigte es 1200 Tonnen.

Jeder Quadratmeter erhält 15 Gramm Salz

Auch bei Kreisingenieur Giuliano Sabato im Kreis II (Region Aargau Ost) sind die Lager voll. «Die Vorräte reichen noch für mehrere Wochen», sagt Sabato. Von den 1440 Tonnen, die Anfang Winter eingelagert waren, wurden bis jetzt 210 Tonnen gebraucht. Wenn also nicht ein überaus strenger kalter Winter vor uns liegt, sollten die Vorräte reichen.

Was kostet das Salz für die Strassen eigentlich? «Wenn wir die Bestände im Frühling oder Sommer auffüllen, kostet uns die Tonne 135 Franken», erklärt Sabato. Im Winter jedoch, wenn Not am Salz ist, kostet die Tonne 185 Franken. Ein Quadratmeter Strasse wird pro Einsatz mit 15 Gramm Salz bestreut.

Im Freiamt (Kreis III) wurden bereits rund 500 Tonnen Salz gebraucht. Wie Peter Moos, Strassenmeister im Werkhof Wohlen erklärt, braucht es in einem durchschnittlichen Jahr 800 Tonnen.

Kein Problem mit Nachschub hat der Kreis IV, das Fricktal. Die Rheinsalinen liegen nahe, und das Salz wird teilweise direkt ab dem Grosslager bezogen. Paul Herzog, Kreisingenieur erinnert sich an den Winter 2005/06, als im Fricktal 970 Einsätze gefahren werden mussten und 2500 Tonnen Salz auf die Strassen gestreut wurden. «Das ist rund doppelt so viel wie in einem durchschnittlichen Jahr», erklärt Herzog. (dge)