Der Europa-Park ist ein riesiger Publikumsmagnet: Mit über 5,6 Millionen Besuchern verzeichnete er letztes Jahr erneut einen Rekord. An guten Tagen kommen 30'000 Personen, an Spitzentagen gegen 50'000. Immer wichtiger wird der Winter.

«Wir sind sehr glücklich darüber, dass die Gäste uns trotz des Brandes im Mai so treu geblieben sind», erklärt Park-Inhaber Roland Mack. Auch ohne den Zwang zum Wiederaufbau hätte der Europa-Park dieses Jahr sehr viel investiert. Im Frühling ist das neue Hotel «Krønasår» (1300 Betten, 550 neue Jobs) eröffnet worden. Ende November wird die ebenfalls gigantische Wasserwelt «Rulantica» in Betrieb genommen.

Und kommendes Jahr wird es die Attraktion «Piraten in Batavia» wieder geben. Ihre Zerstörung durch den Brand hatte bei besonders vielen «Rust»-Fans emotionale Reaktionen ausgelöst. Es gab sogar eine Petition, in der 15'000 Personen die Rückkehr der Piraten forderten. Die Besucher der «Skandinavien»-Einweihung am Dienstag erhielten durch ein Guckloch einen ersten Einblick in die künftige Piraten-Welt, die noch eine grosse Baustelle ist.

Der Europa-Park ist ein Wirtschaftsfaktor am Oberrhein (Rust liegt nördlich von Freiburg). Er wird künftig mehr als 4000 Personen direkt beschäftigen.

Der Europa-Park ist ein klassisches Familienunternehmen – was die Bewältigung der Brandfolgen erleichtert hat (schnelle Entscheide). Roland Mack ist Mitglied des Tourismusbeirats von Angela Merkel.