Such!

Diese Hunde erschnüffeln keine Drogen, sondern schädliche Baumkäfer

Ausgebildete Spürhunde: Wie Grace, Keno und Co. gefährliche Baumkäfer erschnüffeln.

Ausgebildete Spürhunde: Wie Grace, Keno und Co. gefährliche Baumkäfer erschnüffeln.

Die speziell ausgebildeten Spürhunde jagen ein besonders gefährliches Exemplar. Die Sendung «tierisch» geht mit Grace, Eddy und Keno auf Schnüffeltour.

«Such!» Und schon flitzt Grace los und springt an den umliegenden Bäumen hoch. Die dreijährige Hündin ist aber nicht auf der Suche nach Schwerverbrechern oder gar Drogen – ihren guten Riecher hat sie einzig und allein der Suche nach einem besonderen Schädling verschrieben. 

Käferbefall lässt Bäume sterben

Die Rede ist vom asiatischen Laubholzbockkäfer, der unseren Bäumen ganz schön zusetzt. Er befällt laut Bundesamt für Umwelt verschiedenste Laubholzarten und kann die befallenen Bäume innert weniger Jahre zum Absterben bringen. Strukturierte Kontrollen und Bekämpfungsmassnahmen in den betroffenen Gebieten sind deshalb besonders wichtig. 

Genau das übernehmen speziell ausgebildete Spürhunde wie Grace. Die Labrador-Retriever-Dame hat mit ihrem Halter dafür in Österreich eine Ausbildung absolviert und zwei Jahre lang trainiert. 

Auch die Umgebung wird erschnüffelt

Suchübungen mit Spürhunden dürfen nicht mit lebenden Käfern gemacht werden – dies wäre zu gefährlich für Natur und Umwelt. 

Kontrolliert wird von Baum zu Baum, aber auch die ganze Umgebung wird abgesucht. Duftmoleküle können sich nämlich problemlos 20 bis 30 Meter von einem Baum entfernen, erklärt Spürhundeführer Daniel Hagemeier in der Sendung «tierisch»

Aus welcher Richtung der Wind weht

Bevor die Hunde ans Schnüffeln gehen, machen sich die Hundeführer ein Bild von der Umgebung. So wird beispielsweise kontrolliert, aus welcher Richtung der Wind weht. So können für die folgende Suche optimale Bedingungen geschaffen werden. 

Zweimal im Jahr suchen zwei Hunde mit ihren Führern ein befallenes Gebiet ab. Gleichzeitig suchen Baumpfleger hoch in den Baumkronen nach dem Schädling. 

Das Suchen geht weiter ...

Die Bilanz der Kontrollen ist gut: Seit Herbst 2013 wurden keine Käfer oder Larven mehr entdeckt, erklärt Baumpfleger Stefan Rüttten von der Stadtgärtnerei Winterthur. 

Aufatmen wäre aber noch zu früh. Der Laubholzbockkäfer gilt erst als ausgestorben, wenn er seit vier Jahren nicht mehr gesichtet wurde. Also gilt es für Grace und ihre Gspönli, noch sicher zwei Jahre lang ihre guten Riecher unter Beweis zu stellen.

Die Spürhunde haben übrigens eine eigene Website: www.anoplophora-spuerhunde.ch (szu)

Immer donnerstags um 18.30 Uhr auf Tele M1

Tierisch auf Tele M1 SMALL - VORLAGE - bitte erst DUPLIZIEREN

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