Es ist nur eine Anfrage von vie­len, aber die hat es in sich. Für die derzeit meistbeachtete TV-Show ­Japans «ITTEQ – Let’s Challenge the World» soll eine Produktionsfirma an einem Drehtermin mit dem diesjährigen mit Fasnächtlerin aus dem zürcherischen Bassersdorf interessiert sein.

Genauer gesagt geht es dabei um deren selbst gebaute Achterbahn. Mit dieser waren die Bassersdorfer im vergangenen Februar unterwegs. Sie begeisterte erst die Fasnächtler der Region, dann den Rest der Schweiz und ging schliesslich als «kleinste Achterbahn der Welt» in die Geschichte ein. 

Ungeahnte Klickzahlen

Diese Geschichte wird nun fortgesetzt. Denn durch die Veröffentlichung eines Youtube-Videos erlangte der aussergewöhnliche Fasnachtswagen auch international Bekanntheit. Das Video erreichte ungeahnte Klickzahlen. Inzwischen kursieren im Internet verschiedene Versionen, die insgesamt gegen drei Millionen Mal angeschaut wurden.

Sogar mit Looping: Ein Mutiger traut sich auf die mobile Achterbahn

Das legendäre Youtube-Video der «kleinsten Achterbahn der Welt».

Und nun also diese Emailanfrage von einer gewissen Rika Nakamura aus Japan. «Wir haben x-mal hin und her gemailt, bis alles ­geklärt war», erzählt Rolf Zemp. Jetzt ist es endlich soweit: Der Aufnahmetermin ist für diesen Donnerstag ausgemacht. 

Mutprobe für japanische Promis

Japanische Promis auf Weltreise müssen sich gemäss dem Sender NTV verschiedenen Herausforderungen stellen. Die Fahrt auf der Bassers­dorfer Achterbahn soll eine der Mutproben sein, die beim ein­wöchigen Dreh in der Schweiz auf die Kandidaten warten.

Falls die Aufnahmen dann auch wirklich ausgestrahlt werden, werden sie von über 20 Millionen Zuschauern bestaunt, das sind notabene zweieinhalbmal so viele Menschen, wie die Schweiz Einwohner hat.

Mit Haftungsausschluss abgesichert

Auch der deutsche Privatsender Pro 7 hat bei den Bassersdorfer Fasnächtlern angeklopft – erfolglos. «Wir mussten das ausschlagen, weil es uns gar nicht möglich ist, die Bahn mit normalem Aufwand dorthin zu transportieren», sagt Zemp.

Zum Glück also kommen die Japaner ins Zürcher Unterland. Und die Narren haben sich auch rechtlich abgesichert. Denn aus Haftungsgründen liess man bislang nur Mitglieder des Fasnachtskomitees vom meterhohen Turm durch den Looping sausen. «Mit den Japanern haben wir einen Haftungsausschluss vereinbart.» (Christian Wüthrich/Zürcher Unterländer, nch)