«Herr Präsident von Russland, wir haben ein Problem», heisst es im Video des argentinischen Sportsenders TyC Sports. 

Das Problem: Russland, Gastgeber der WM 2018, gehört zu jenen Ländern, in denen Homosexuelle diskriminiert werden. Ganz offiziell sogar, seit Präsident Wladimir Putin 2013 seine Unterschrift unter das «Gay-Propaganda-Gesetz» gesetzt hat.

Damit komme man in Argentinien nicht klar. Denn: «Wir kommen aus einem Land, in dem es normal ist, dass Männer wegen anderen Männern weinen. Vielleicht haben Sie Angst vor Männern, die vor anderen Männern in die Knie gehen, aber bei uns ist das normal.» Gezeigt werden dazu Szenen von Fussballspielern und -fans. Mit recht viel Augenzwinkern.

Der Sender geriet darauf in derart heftige Kritik, dass er den Spot zurückziehen musste. Nicht aber wegen des russischen Präsidenten. Der argentinische Verband von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen kritisierte, das Video würde die ernsthaften Probleme der Betroffenen in Russland banalisieren.