Unglücke

Drei Motoren der in Seenot geratenen «Viking Sky» laufen wieder

Drei von vier Motoren der in Seenot geratenen "Viking Sky" laufen wieder.

Drei von vier Motoren der in Seenot geratenen "Viking Sky" laufen wieder.

Der Motorschaden an dem in Seenot geratenen Kreuzfahrtschiff vor der Westküste Norwegens ist nach Angaben der Einsatzkräfte grösstenteils behoben. Drei der vier Motoren der «Viking Sky» funktionierten wieder, sagte ein Sprecher am Sonntag.

Damit könne das Schiff wieder mit eigener Kraft fahren. Das Schiff soll demnach nun in einen Hafen geschleppt werden.

Die "Viking Sky" war am Samstagnachmittag mit rund 1300 Menschen an Bord bei starkem Wellengang in Seenot geraten. Das Schiff befand sich auf dem Weg von Tromsö in Nordnorwegen nach Stavanger im Süden, als es wegen eines Motorschadens einen Notruf absetzte.

Nach Angaben der Polizei wurden bis zum frühen Samstagmorgen 338 Menschen von Bord in Sicherheit gebracht. Die Rettungsaktion ging nur langsam voran, weil die Passagiere einzeln in einen Helikopter hochgezogen werden mussten. 17 der Geretteten wurden in ein Spital gebracht. Die Evakuierten kamen in ein Notaufnahmezentrum in der Stadt Brynhallen, rund 500 Kilometer nördlich der Hauptstadt Oslo.

Mehrheitlich Briten und Amerikaner

Insgesamt waren nach Angaben der Reederei Viking Ocean Cruises 915 Passagiere und 458 Besatzungsmitglieder an Bord des 227 Meter langen Schiffes. Die meisten Fahrgäste sind laut Behördenangaben Briten und Amerikaner.

An der Rettungsaktion beteiligt waren verschiedene Behörden und Organisationen, darunter das Rote Kreuz. Der Küstenabschnitt Hustadvika liegt bei Kristiansund an der zentralen Westküste Norwegens und gilt als gefährliches Seegebiet. Dort ist es in der Vergangenheit schon häufiger zu Schiffsunfällen gekommen. Die "Viking Sky" wurde 2017 getauft. Sie ist unter norwegischer Flagge unterwegs.

Auch Frachter-Crew in Sicherheit

Auch die neun Besatzungsmitglieder eines im selben Küstengebiet ebenfalls in Seenot geratenen Frachters wurden laut Nachrichtenagentur NTB in Sicherheit gebracht. Bei dem Frachtschiff "Hagland Captain" war ebenfalls der Motor ausgefallen.

Daraufhin habe es Schlagseite bekommen, teilte der südnorwegische Rettungsdienst mit. Der Frachter war auf dem Weg zur "Viking Sky" gewesen, um zu helfen.

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