«Wollen wir das wirklich über uns ergehen lassen?», fragte sich Marco Hold vor einem Jahr, nachdem er zusammen mit seiner Frau Kater Rami im Tierheim kennengelernt hatte.

Als «schwer vermittelbar» galt das einäugige Tier. Im Tierheim wurde das Ehepaar gewarnt: Der Kater beisse, möge keine kleinen Kinder, andere Katzen und schon gar nicht Hunde.

Die beiden hatten Zweifel. Doch sie entschieden sich für Rami und wurden nicht enttäuscht von dem schönen, wenn auch einäugigen rot-weissen Tiger. Als die Sendung «tierisch» die drei besucht, liegt Rami entspannt auf Sofa und Katzenbaum, lässt sich kraulen und von seinen Haltern mit Leckerli füttern.

Leckerli-Arbeit und Outdoor-Paradies

Dass die drei so glücklich sind miteinander, kommt vielleicht auch daher, dass die Hold-Betschards nichts ausliessen, um ihrem Kater ein möglichst tolles Katzenleben zu ermöglichen. 

Mit viel Zeit und Geduld haben die beiden es geschafft, den Kater an Unliebsames zu gewöhnen. Noch heute arbeiten sie täglich mit ihm.

«Das nimmt man in Kauf»

Zudem haben sie Rami sein ganz eigenes Outdoor-Paradies geschaffen: Ein vergitterter Aussenbereich mit allem Drum und Dran. Ganz nach draussen lassen wollen sie den Kater nicht, denn Rami zeigt so gar keine Angst vor Autos.

Dass der Kater miaut wie ein kleines Kind und seine Halter selbst nachts aus dem Bett holt, nehmen seine Menschen gelassen. «Es macht mir Spass, dass er so mitteilungsbedürftig ist, alles andere nimmt man in Kauf», sagt Bigi Betschard Hold sogar. Das muss Liebe sein. (smo)