Silvester

Feuerwerke, Partys und der Sprung ins Wasser: So feierte die Welt das neue Jahr

Riesenfeuerwerke von Sydney bis Berlin: Millionen Menschen weltweit haben friedlich ins neue Jahr hineingefeiert. In Istanbul reisst ein Anschlag mit vielen Toten Feiernde jäh aus jeder Partystimmung.

Strahlende Augen, ausgelassene Partys: Die Menschen weltweit haben das Jahr 2017 mit Feuerwerk und Feierlichkeiten begrüsst. Die grösste Silvesterparty Deutschlands gab es in Berlin. Hunderttausende Besucher feierten auf der Partymeile am Brandenburger Tor und bestaunten das Feuerwerk um Mitternacht.

Weitgehend friedlich verlief die Silvesternacht auch in Köln, wo es im Vorjahr zahlreiche Übergriffe auf Frauen und viele Taschendiebstähle gab. In ganz Nordrhein-Westfalen seien zunächst 25 Sexualdelikte gemeldet worden, hiess es von der Landespolizei am Neujahrsmorgen.

Mehr Polizei

Die Partys in den grossen Städten fanden vielfach unter deutlich strengerem Polizeischutz als im vergangenen Jahr statt, deutlich mehr Beamte waren im Einsatz - offensichtlich mit Erfolg. Auch im Ausland gab es häufig strenge Sicherheitsvorkehrungen - etwa in Paris.

Mit einem Feuerwerk am Prachtboulevard Champs-Élysées feierten die Menschen das neue Jahr. Wegen der Terrorgefahr hatten die Behörden Zufahrten mit Betonblöcken oder Fahrzeugen versperrt.

Pünktlich zum Glockenschlag des Big Ben um Mitternacht begrüssten die Londoner das neue Jahr mit einem knapp zwölfminütigen Feuerwerk am Riesenrad London Eye an der Themse. Abgestimmt war das Spektakel auf Musik - unter anderem von Pop-Grössen wie Prince, David Bowie und George Michael, die 2016 gestorben sind.

Überschattet wurde der Start ins neue Jahr von einem Anschlag in Istanbul. Bei dem Angriff auf einen der grössten Clubs im Zentrum der Stadt wurden mindestens 39 Menschen getötet und mehr als 60 verletzt.

Zuerst auf Samoa

Als erste hatten die Menschen auf Samoa und anderen pazifischen Inseln den Jahreswechsel bejubelt: Punkt 11.00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) am Samstag begann dort 2017. Um 14.00 Uhr Schweizer Zeit erlebten im Hafen von Sydney mehr als eine Million Zuschauer ein gigantisches Feuerwerk. Über dem berühmten Opernhaus in der australischen Metropole flogen bei sommerlichen Temperaturen zwölf Minuten lang Raketen in den Nachthimmel.

Am New Yorker Times Square feierten Zehntausende mit dem traditionellen "Balldrop" den Beginn des neuen Jahres. Kurz vor Mitternacht setzte sich ein mehr als fünf Tonnen schwerer Kristallball mit dreieinhalb Metern Durchmesser an einer Stange über dem Broadway in Bewegung und erstrahlte zum neuen Jahr.

In Tokio liessen die Menschen Hunderte weisse Ballons in die Luft steigen. In den buddhistischen Tempeln in ganz Japan läuteten die Glocken genau 108 Mal, um die Menschen von einer der 108 irdischen Begierden zu befreien. In vielen Städten Indiens wie Neu Delhi und Bangalore strömten die Menschen zu Partys im Stil von Bollywood-Filmen.

Für die mehr als 1,3 Milliarden Einwohner Chinas begann das neue Jahr gleichzeitig - das Riesenreich hat nur eine einzige Zeitzone. In den grossen Städten des Landes gab es in diesem Jahr keine offiziellen Feiern zu Silvester. Der 1. Januar ist zwar auch in der Volksrepublik ein Feiertag, nach dem traditionellen Mondkalender der Chinesen beginnt das neue Jahr aber erst gut einen Monat später.

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