Konfisziert wurden auch Computer und andere elektronische Geräte, Kleider, ein Revolver Magnum 357 sowie kleine Mengen Heroin, Kokain und Marihuana. Anhand der Beute könnten hunderte von Einbrüchen in der Region Genf aufgeklärt werden, erklärte die Polizei vor den Medien.

Bei der von langer Hand geplanten Aktion am Dienstagmorgen standen mehr als hundert Polizeibeamte im Einsatz. Insgesamt führten sie acht Razzien in untergemieteten Wohnungen, in Hotelzimmern und in Heimen durch.

Die Festgenommen stammen allesamt aus Georgien, Russland oder Tschetschenien. Von den 45 Festgenommenen kamen 21 in Untersuchungshaft. Zudem wurden zehn Kinder teilweise in sozialen Einrichtungen untergebracht.

Die meisten der festgenommenen Personen waren der Polizei bereits bekannt. Einige sind Asylsuchende, andere weilen illegal in der Schweiz. Wer welche Tat verübt hat - zur Diskussion stehen vor allem Einbrüche sowie Hehlerei - ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Diese dauern schon einige Zeit an. Wegen Einbruchswellen im gesamten Genferseebogen hatte die Polizei eine Sondereinheit auf die Einbrecher angesetzt. Im Rahmen der Ermittlungen wurden seit Jahresbeginn in Genf bereits 22 georgische Diebe verhaftet. Sie sind immer noch in Haft.

Auch die Waadtländer Kantonspolizei hatte vor wenigen Wochen im Zusammenhang mit Einbruchsdelikten 34 Georgier verhaftet. In beiden Kantonen sind im letzten Jahr die Zahl der Einbrüche stark angestiegen.