Peter Rombach

Das für die Organisation von Veranstaltungen verantwortliche Vorstandsmitglied Tony Brägger deutete in seiner Begrüssungsrede am Montagabend an, dass unzählige Probleme hätten gelöst werden müssen, um den Wärmeverbund bis August 2008 zu realisieren. Das bestätigte auch Anselm Hagenbuch, Leiter Wärmecontracting bei der AEW Energie AG, der eine Fülle an Informationen vermittelte. Immerhin investierte das Versorgungsunternehmen knapp 10 Millionen Franken in das Projekt.

Für Hagenbuch ist eine «hohe Versorgungssicherheit» unbestritten. Die Wärme stammt aus dem Produktionsprozess der Saline Riburg mit unterschiedlichen Tempraturbereichen, verpufft also nicht mehr ungenutzt in der Atmosphäre.

Die Vorlauftemperaturen

In einem technisch aufwändigen und komplizierten Verfahren nutzt die AEW die Energie: Die Abgabemenge ab Wärmezentrale, die mit der Saline durch ein imposantes Rohrleitungssystem verbunden ist, liegt laut Hagenbuch bei 18 000 Megawattstunden jährlich. Die Vorlauftemperatur beträgt im Sommer etwa 70 Grad, im Winter gegen 90. «Vorteilhaft für den Betrieb ist, dass Grossabnehmer wie Kurzentrum oder Reha Rheinfelden auch in den Sommermonaten hohen Heizenergiebedarf haben», weiss der AEW-Experte.

Zu den Abnehmern zählen ferner das Regionalspital, diverse Liegenschaften im Bereich Spitalhalde und Lilienweg, das Robersten-Schulhaus sowie das Parkhotel am Rhein.

Engerfeld und Augarten

Seit zehn Jahren betreibt die AEW das Wärmegeschäft als weiteres Unternehmensstandbein. Sehr effizient arbeitet längst die Holzschnitzelheizung im Engerfeld mit derzeit etwa 8500 Kubikmeter Materialbedarf jährlich. Und erst vor wenigen Wochen konnte das Vorhaben Augarten-Kläranlage beendet werden, wo jetzt Wärmepumpen dem Wasser die Energie entziehen und ebenfalls per Leitung den Augarten und benachbarte Quartiere beheizen. Anselm Hagenbuch versicherte den Mitgliedern des Gewerbevereins Rheinfelden, dass Ressourcenschonung ein Gebot der Zeit sei.