Raphaela Gysi

André Umbehr hat vor der Volksabstimmung über das Rauchverbot eine Statistik geführt: 73 Prozent seiner Gäste waren und sind Raucher. «Mit einem Fumoir habe ich die Möglichkeit, gleichzeitig Rauchern und Nichtrauchern gerecht zu werden», sagt Umbehr. Das Fumoir befindet sich in einem durch gut abschliessende Glastüren getrennten Raum im Innern des Restaurants. Selbst die Toiletten sind vom Fumoir her durch eine separate Tür erreichbar.

36 Kubikmeter Frischluft
Die 36 Kubikmeter Frischluft pro Person und Stunde, die das Bundesamt für Gesundheit vorschreibt, werden durch ein neues, funktionskräftiges Lüftungssystem in das Fumoir geleitet. «Wir haben alles getestet, und der Rauch und der Geruch zogen immer schnell ab», so der Gastwirt.

Im Erlinsbacher Steakhouse hat man immer geraucht, im heute geschlossenen Pub im oberen Stock des Restaurants bestand nie ein Verbot. Im Restaurant hingegen wurde nicht gepafft, ausser im draussen liegenden Teil unter dem Zeltdach.

Bald schärfere Gesetze?
Der Wirt ist überzeugt, dass die Gesetze für Raucherräumlichkeiten noch verschärft werden: «Es könnte schon bald zutreffen, dass die Fumoirs unbedient sind, das heisst, dass kein Personal mehr im Fumoir servieren darf. Dies als Schutzmassnahme gegen das Passivrauchen.»

Bis es so weit ist, betreibt Umbehr ab heute Freitag das Fumoir. «Selbst eine Hochzeitsgesellschaft hat sich schon angemeldet. Auf deren Wunsch wird im Fumoir gefeiert», fügt der «Kreuz»-Wirt lachend an.