Jugendfeuerwehr

Jugendfeuerwehr Schweizermeisterschaft: Am Ende musste der Schiedsrichter entscheiden

Spannender gehts nimmer. Die beiden Finalläufe an der Jugendfeuerwehr-Schweizer-Meisterschaft wurden erst nach abgewiesenem Protest respektive Entscheidung des Schiedsgerichts entschieden.

Markus Christen

Pünktlich zum Duell um den dritten Platz zwischen den Jugendfeuerwehren Bödeli und Rued 1 setzte der Regen ein. Eigentlich Bedingungen, bei denen man nicht mit einem baldigen Einsatz der Feuerwehr rechnet. Doch wenn es dann brennt, ist eine optimale Vorbereitung die halbe Miete.

Mit dieser Einstellung formierten sich die beiden Teams an der Startlinie. Zuvor wurde das Material, welches auf dem Parcours eingesetzt werden musste, überprüft und bereit gemacht. Die zu absolvierenden Prüfungen forderten den insgesamt 29 teilnehmenden Vereinen an der Schweizer Meisterschaft vom vergangenen Wochenende alles ab.

So schnell wie irgendmöglich mussten sie mit Holzski über die morastige Strecke laufen, danach einen Rettungsturm besteigen, sich durch einen Kriechtunnel kämpfen und eine mit Schaum gefüllte Mulde durchschwimmen. Fehler in der feuerwehrtechnischen Geschicklichkeit wurden mit einem Zeitzuschlag bestraft.

Rued bemängelt Material

Lange Zeit hatte in diesem kleinen Final die Jugendfeuerwehr Rued 1 die Nase deutlich vorn. Bei der letzten Prüfung allerdings, als man Tennisbälle von Verkehrspylonen spritzen musste, ging alles schief. Die Bälle wollten und wollten nicht fallen. Die Jugendfeuerwehr Bödeli entschied den Lauf klar für sich.

Rued 1 legte Protest ein. Der Grund: Das Feuerwehrmaterial auf seinem Streckenabschnitt sei nicht in Ordnung. Der Schlussentscheid über die endgültige Rangierung wurde verschoben.

Doch damit nicht genug. Im Finallauf zwischen den Jugendfeuerwehren Rued 2 und Klus 1 absolvierten beide Teams den Parcours nach allen Fehlerzuschlägen in der exakt gleichen Zeit.

So musste ein kurzer Paragraf in den Wettkampfregeln über Sieg und Niederlage entscheiden. Weil die Teammitglieder von Klus 1 zusammengezählt drei Jahre jünger sind als das Team von Rued 2 konnten sie den Wanderpokal zum dritten Mal in ihrer Geschichte nach Hause nehmen.

Für die Jugendfeuerwehr Rued kam es aber noch dicker. Denn auch ihr Protest wurde vom Schiedsgericht abgewiesen. Wutentbrannt verliess das Team von Rued 1 den Wettkampfplatz, fand sich dann aber mit der Entscheidung ab.

Hirschthal nach Slowenien

Nicht in die Entscheidungsläufe vom Sonntagnachmittag schaffte es die Jugendfeuerwehr aus Hirschthal, die den Wettbewerb im letzten Jahr für sich entschieden hatte.

Getröstet werden musste das Team dafür allerdings nicht, denn es qualifizierte sich bereits am Samstag für den internationalen Feuerwehrwettbewerb in Kocevje, Slowenien.

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