Bergretter-Büsi

Katze rettet Tourist im Berner Oberland – und wird weltweit gefeiert

Aus Gimmelwald in alle Welt: Das Bergrettungs-Kätzchen.

Aus Gimmelwald in alle Welt: Das Bergrettungs-Kätzchen.

Happy End in den Schweizer Alpen: Ein Kätzchen rettet einen verletzten Mann – und wird nun weltberühmt.

Die Schweiz sei nicht gut zu ihren Ausländern. Wir seien unfreundlich und ausländische Fachkräfte würden kaum Freunde unter Schweizerinnen und Schweizern finden, kam kürzlich eine Studie zum Schluss. 

Um das Gegenteil zu beweisen, kommt den Touristikern dieses Landes die Geschichte vom Bergrettungs-Kätzchen von Gimmelwald gerade wie gerufen. Denn online ist die Mieze aus dem hintersten Lauterbrunnental in den Social Media derzeit gerade die Heldin der Stunde.

Skisaison fertig, Fuss verstaucht

Und die Geschichte geht so: Das Bergrettungs-Kätzchen von Gimmelwald soll Reddit-User sc4s2cg gefunden haben, als dieser sich nach einer Wanderung am Fuss des Schilthorns verirrt hat. «Als ich nach Lauterbrunnen kam, war gerade die Skisaison zu Ende – deshalb funktionierten die Lifte nicht mehr und einige der Wanderwege waren geschlossen.» Ausserdem habe er, so schreibt der Ungar in seinem Beitrag weiter, einen Knöchel verstaucht und darum ein Spital gesucht.

Dann sei sie aufgetaucht: Seine vierbeinige Retterin, die er natürlich auch sofort filmte. Das Kätzchen habe ihn zurück auf den Weg und dann bis ins Tal hinuntergeführt. Dabei sei es sehr zutraulich und offensichtlich an Touristen gewöhnt gewesen. Unten angekommen hätten sich ihre Wege dann aber getrennt und das Kätzchen sei in einem Gehöft verschwunden.

Den von sc4s2cgs auf der Social-News-Plattform Reddit geteilten Informationen ist weiter zu entnehmen, dass sich die Geschichte bereits im Jahre 2013 zugetragen hat. Die Bilder und die Erzählungen dazu hat er aber erst jetzt publiziert, und mittlerweile berichten Web-Portale aus
aller Welt vom Bergrettungs-Kätzchen von Gimmelwald. Die taiwanesische Plattform ETtoday.net etwa titelt:神 秘 「喵 嚮 導 」出 現 帶 路 神 救 援 ! («Mysteriöser Miau-Assistent erscheint wie Gott und rettet Wanderer!»). Und natürlich wissen auch weitere Reddit-User von Begegnungen mit dem zutraulichen Fellknäuel zu berichten. «Dieselbe Katze kam vor drei Monaten auch mit mir und meiner Freundin wandern», schreibt beispielsweise starsace1.

Das Bergrettungs-Kätzchen von Gimmelwald

Das Bergrettungs-Kätzchen von Gimmelwald

 

Katze auf einmal überall 

Und das australische Portal «9news.com.au» zitiert User VasyaK mit den Worten: «Holy s***! Wir haben die Katze erst vor ein paar Tagen in Grindelwald getroffen.» (Was dann allerdings etwas gaaar weit weg wäre, nämlich fast 18 Kilometer und im nächsten Tal.) Glaubwürdiger erscheint da der Bericht eines anderen Gimmelwald-Besuchers auf dem deutschen Online-Portal «bento.de», wonach das Bergretter-Kätzchen in ein nahes Hostel gehöre – und daher so touristenfreundlich sei. 

In dem Sinn: zutraulich sein, helfen, keine Scheu zeigen – wir sollten uns also öfter ein Vorbild an der Retterkatze von Gimmelwald nehmen – auch wenn sich am Ende herausstellen sollte, dass es sich dabei nur um geschickte PR handelt. Ganz auszuschliessen ist dies nämlich nicht, so wie der ungarische Tourist auf Reddit von der Region schwärmt.

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