Keiner vermutet Schüchterne dahinter

Im aktuellen Theaterstück der Schule Bätterkinden dreht sich alles um ein geheimnisvolles Buch und seinen Autor.

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Keiner vermutet Schüchterne dahinter

Keiner vermutet Schüchterne dahinter

Solothurner Zeitung

Im Theaterstück «Der Stich ins Wespennest» der 9. Klassen der Schule Bätterkinden stellt ein Buch die Welt in Biederwil auf den Kopf. Unter dem Pseudonym Hans Schmid skizziert Barbara Bunkel (Renate Huber) Charaktere der Bewohner. Die Schadenfreude, dass dabei der Nachbar so gut beschrieben wird, weicht bald dem Zorn darüber, dass über die eigene Person auch wenig Schmeichelhaftes zu lesen ist.

Das Rätsel um den Autor soll gelüftet werden. Aus intimen Details zu schliessen, muss es jemand aus dem Dorf sein. Doch niemand vermutet die eher schüchterne Barbara Bunkel dahinter. Einzig ihre Hausangestellte (Jessica Kunkler) ist eingeweiht, hält aber dicht.

Das Buch wird ein Bestseller. Zwischen dem Verleger (Florent Bytyqi) und der Autorin bahnt sich weit mehr als eine Freundschaft an. Auch die behütete Sally (Chantal) Lüdi) findet in der Person des Pfarrers (Thawzeef Sahib) den Mann fürs Leben.

Während sich schüchterne Liebeleien entwickeln, rätseln die Bewohner über den mysteriösen Buchautor. Vorerst werden Intrigen gesponnen, doch: Das Buch verfehlt seine Wirkung nicht. Wie darin beschrieben, wandeln sich die Bewohner und werden freundlicher gegenüber Mitmenschen. Im Prinzip so, wie es im wahren Leben sein sollte.

«Noch eineinhalb Wochen müssen wir zur Schule», sagt eine Schülerin nach der Aufführung fast etwas erleichtert. Das Theater hat einen amüsanten Schlusspunkt hinter die obligatorische Schulzeit gesetzt. Nächste Woche werden die Neuntklässler offiziell verabschiedet – und am 1. Juli findet die Schulschlussfeier statt. Für die Schulaustretenden beginnt danach ein neuer Lebensabschnitt. (rsb)