Schwierige Geburt

Kind im Flugzeug zur Welt gebracht: Airline verklagt Mutter

Kind im Flugzeug zur Welt gebraucht: Airline verklagt Mutter

«Eine zauberhafte Geburt», schreibt Youtube-User «The Kitchen Doc» zu diesem Video.

Für die Passagiere war es ein zauberhaftes Erlebnis. Doch diese Geschichte ist alles andere als wunderschön.

Es gab Applaus und die Flugpassagiere waren begeistert: «Wow, das erlebt man nur einmal im Leben», tönte es, als das Kind an Bord der China Airlines hoch über Alaska das Licht der Welt erblickte. «Es ist ein Mädchen», sagte eine lachende Flugbegleiterin, die das Baby in ihren Armen hielt.

Die Fluggäste hielten derweil ihre Kameras und Handys in die Luft. So auch Youtube-User «The Kitchen Doc» – «eine zauberhafte Geburt», schrieb er schliesslich unter sein Video, das er auf Youtube veröffentlichte (oben).

Eine 30 000 Franken teure Geburt

Die Geschichte, die am 8. Oktober 2015 ihren Lauf nahm, endet nun aber gar nicht zauberhaft. China Airlines will die frischgebackene taiwanesische Mutter verklagen, wie «20 Minuten» die  Nachrichtenagentur EFE zitiert.

Grund: Die Flugpassagierin habe nicht angegeben, dass sie bereits in der 36. Woche schwanger sei. Bei China Airlines dürfen Schwangere nur noch bis zur 32. Woche ohne Arztzeugnis mitfliegen.

Jetzt fordert die Fluggesellschaft Schadenersatz für Kosten, die bei der Geburt in der Luft entstanden sind. Wegen der Geburt musste das Flugzeug, das von Taipeh nach Los Angeles unterwegs war, in Anchorage, Alaska, zwischenlanden. Das kostete umgerechnet rund 30 000 Franken.

Das Baby sollte Amerikanerin werden

Zudem wird der Frau vorgeworfen, sie sei absichtlich hochschwanger in die USA gereist, weil sie ihr Kind als Bürgerin der Vereinigten Staaten zur Welt bringen wollte. 

Laut «20 Minuten» wurde die Taiwanerin inzwischen in ihr Heimatland geflogen, ihre Tochter ist ist immer noch bei Freunden in den USA. (smo)

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