Die drei waren bereits vor zwei Wochen wegen einer terroristischen Straftat sowie Mitgliedschaft in einer Terrororganisation für schuldig erklärt worden. Ein vierter Verdächtiger wurde freigesprochen.

Im April 2015 hatten mindestens vier bewaffnete Angreifer das Gelände der Universität von Garissa im Osten Kenias gestürmt. Sie zogen über Stunden hinweg durch die Gebäude und töteten mindestens 148 Menschen, die meisten von ihnen Studenten. Auch vier Angreifer kamen ums Leben. Die somalische Terrormiliz Al-Shabaab beanspruchte die Tat für sich.

Die drei Männer sind die ersten, die in Verbindung mit dem Anschlag verurteilt wurden. Den Ermittlern zufolge hatten zwei von ihnen vor dem Anschlag mit den Angreifern ständigen Kontakt, der dritte hatte sich in der Universität versteckt.

Al-Shabaab kämpft im Nachbarland Somalia seit Jahren um die Vorherrschaft und hat Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida. Die Terrorgruppe hat auch Kämpfer in Kenia. Seit 2011 unterstützen die kenianischen Streitkräfte Somalias Regierung im Kampf gegen die Terrormiliz, die immer wieder Anschläge in Kenia verübt. Zuletzt griff sie im Januar einen Hotelkomplex in Nairobi an.