Zuchterfolg

Nachwuchs: Drei junge Geparden tummeln sich im Basler Zoo

Dem Basler Zoo ist ein seltener Zuchterfolg gelungen: Die Gepardin Msichana hat drei Jahre nach ihrem letzten Wurf bereits wieder drei Junge zur Welt gebracht. Die flauschigen Raubkätzchen sind jetzt erstmals auf der Etoscha-Anlage des Zolli zu sehen - und auf a-z.ch in einer Bildergalerie.

Der Zolli nannte es eine "Sensation", dass die mit zehn Jahren schon recht alte Msichana so kurze Zeit nach dem letzten Wurf von 2007 schon wieder Junge geboren hat. Ausserdem seien Gepardengeburten in menschlicher Obhut an sich eine "absolute Seltenheit", sagte Kurator Jakob Huber vor den Medien.

Msichana hat die Jungen - zwei Männchen und ein Weibchen - am 17. Juni zur Welt gebracht. Bis vor kurzem lebten sie in einer Aufzuchtanlage abseits des Publikumsbereichs. Vater der drei Jungen ist wie 2007 Survivor, ein achtjähriger Gastkater aus dem Wiener Zoo - zwischen ihm und Msichana scheint die Chemie zu stimmen.

Derlei ist bei Geparden von Gewicht. Denn ihre Nachzucht ist äusserst schwierig. Die Tiere sind Einzelgänger, und bevor sich Kater und Katze begegnen, führen sie in der Wildnis einen langen "Dialog" mittels Duftmarken. Erst dadurch wird die Katze rollig, doch auch das nur gerade für 24 Stunden.

Der Basler Zoo ahmt diese Abläufe in einer abgeschirmten Aufzuchtanlage nach: Katze und Kater können sich über Wochen nicht sehen und dürfen jeden Tag nur kurz, aber nicht gleichzeitig, in einem gemeinsamen Gehege ihre Duftmarken anbringen beziehungsweise jene des jeweils anderen beriechen.

Bei Msichana und Survivor schlug Amor wieder zu, kaum waren die fünf Jungen des letzten Wurfs selbständig geworden. Zwar wollte der Zolli der Gepardin nach der 18-monatigen Aufzuchtarbeit eine Ruhepause gönnen. Doch Msichana habe ihrem Gehegenachbar Survivor bald wieder "sehr eindeutige Avancen" gemacht.

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