Sizilien

Opferzahl nach Schlammlawine auf Sizilien auf 21 gestiegen

Sizilianer im Aargau bangen um Angehörige

Sizilianer im Aargau bangen um Angehörige

Auf Sizilien steigt die Zahl der Opfer nach den verheerenden Schlammlawinen in den Vororten der Hafenstadt Messina weiter. Die Rettungskräfte haben bis anhin 21 Leichen geborgen. Mindestens 30 Menschen werden laut dem italienischen Zivilschutz noch vermisst.

Die Zahl der Verletzten stieg auf 95. Schwere Regenfälle behinderten die Bergungsarbeiten. Dennoch gruben Rettungsmannschaften in den besonders schwer betroffenen Orten Scaletta und Giamilieri im Süden Messinas im Schlamm nach sieben allein dort noch vermissten Menschen.

Der Katastrophenschutz war damit beschäftigt, die Strassen zu den am schlimmsten betroffenen Orten wieder freizuräumen. Helikopter versorgten derweil die Einwohner mit dem Nötigsten.

Regierungschef Silvio Berlusconi, der die Gegend besuchen wollte, verzichtete auf sein Vorhaben, um den Rettungsmannschaften nicht im Weg zu stehen.

Staatspräsident Giorgio Napolitano forderte die Regierung auf, mehr in die Sicherheit des Landes als in "pharaonische Bauwerke" zu investieren. Berlusconi plant bei Messina eine 3 Milliarden Euro teure Brücke, um Sizilien mit dem Festland zu verbinden. Auch Umweltverbände kritisieren das Vorhaben scharf.

Solange wild gebaut werde, sei der Kampf gegen Erdrutsche hoffnungslos, mahnten Experten der Umweltschutzverbands Legambiente. Die Zahlen seien erschreckend. Allein auf Sizilien sind laut den Geologen 272 Gemeinden durch Erdrutsche oder Überschwemmungen gefährdet.

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