Las Vegas Massaker
Paddock feuerte schon vor dem Blutbad: Security war informiert, aber die Polizei wusste nichts

Der Heckenschütze von Las Vegas hat nach jüngsten Polizeiangaben bereits vor dem tödlichen Kugelhagel auf Konzertbesucher durch die Tür seiner Hotelsuite auf einen Wachmann geschossen. Die Polizei korrigierte damit frühere Angaben zum Tatablauf.

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Las Vegas Massaker: Stephen Paddock tötet 58 Menschen
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Stephen Paddock habe sechs Minuten vor dem Blutbad Schüsse auf Wachmann Jesus Campos abgefeuert – und nicht etwa wie bislang angenommen nach dem Massaker.
Die Menschen fliehen vor den Schüssen des Todesschützen Stephen Paddock. 58 Menschen kamen am 1. Oktober in Las Vegas ums Leben.
Paddock zielte aus dem Mandalay Bay Hotel auf die Besucher des Route 91 Harvest Festivals.
Stille Zeugen der Bluttat.
...
...
...
Das Konzertgelände am Morgen nach der Tat.
Überbleibsel der grauenvollen Nacht.
Aus diesen Fenstern schoss...
... der Täter: Stephen Paddock, 64-jährig.
Dieses Bild zeigt die Nähe von Hotel und Festivalgelände. Paddock hatte freie Schussbahn.
Ein Ermittler schaut aus dem Hotelzimmer des Grauens.
Der Ort des blutigen Anschlags in Las Vegas.
Die Polizei drang nach 75 Minuten in das Hotelzimmer des Todesschützen ein. Das Bild entstand, als der Schütze noch immer aktiv war.
Zuvor war nicht klar gewesen, ob mehrere Schützen in die Menge feuerten.
Wer im Hotel war, musste im Zimmer bleiben. Andere flüchteten in grosser Not dahin.
Diese Frau ist mit dem Schrecken davon gekommen.
Studenten der Universität von Nevada Las Vegas gedenken der Toten.
Grosse Trauer in der Nacht nach den Anschlägen.
Eine Reihe aus Kreuzen erinnert an die Opfer der Massenerschiessung.
Jedes Kreuz trägt den Namen eines Toten.
Menschen legen in Las Vegas Blumen nieder.
Auch beim NFL-Spiel zwischen den Washington Redskins und Kansas City wurde an das schreckliche Ereignis in der Glücksspielstadt erinnert.
Er hat überlebt: Mike Kordich, Feuerwehrmann aus Kalifornien. Er leistete erste Hilfe, als er selbst eine Kugel abbekam.
Auch Natalie Vanderstay wurde getroffen, im Bauch. Auch sie überlebte.
Donald und Melania Trump reisten wenige Tage nach dem Amoklauf nach Las Vegas.
Sie besuchten Überlebende im Universitätsspital.
Die Massenerschiessung löste eine neuerliche Diskussion über die laschen Waffengesetze in den USA aus. Es kam auch zu Protesten.
In diesem Haus in Mesquite (Nevada) wohnte Paddock.
Die Freundin des Schützen war zum Zeitpunkt der Tat auf den Philippinen. Sie gab an, nichts von den Plänen Paddocks gewusst zu haben.
Paddock feuerte Hunderte Schüsse auf die Festivalbesucher.
Mediziner behandeln Opfer des Amoklaufs.

Las Vegas Massaker: Stephen Paddock tötet 58 Menschen

Screenshot

Der Sheriff von Las Vegas hat die Angaben zum genauen Tatablauf des Massakers von Las Vegas korrigiert. Bislang hatte es immer geheissen, der Security-Mitarbeiter Jesus Campos sei erst nach den ersten Schüssen zur Suite geeilt.

Stephen Paddock habe sechs Minuten vor dem Blutbad Schüsse auf Wachmann Jesus Campos abgefeuert, sagte Sheriff Joseph Lombardo am Montag vor Journalisten. Bislang hatte es geheissen, Campos sei erst nach dem Blutbad kurz vor der Erstürmung der Suite verletzt worden. Warum die Polizei Paddock angesichts der Schüsse auf den Wachmann nicht eher orten konnte, erläuterte der Sheriff nicht.

So lief die Tat tatsächlich ab

  • Ca. 21.55 Uhr: Campos hört Bohrgeräusche. Denen will er nachgehen und eilt in den 32. Stock zur Suite von Stephen Paddock.
  • 21.59 Uhr: Paddock hat im Gang Kameras installiert. So sieht er den Wachmann kommen. Er fackelt nicht lange und schiesst durch seine Türe auf den Security-Mitarbeiter. Er verletzt Campos am Bein.
  • 22.00 Uhr: Der Security-Mitarbeiter alarmiert andere Sicherheitskräfte. Doch die Infos dringen offenbar nicht bis zur Polizei. Laut dem Sheriff wussten die Polizisten, die später zur Suite stürmten, nichts von den ersten Schüssen.
  • Um 22.05 Uhr begann der Todesschütze, mit seinen Maschinengewehren auf die Menschen des Musikfestivals zu schiessen.
  • In den nächsten 10 Minuten tötete er dann 58 Menschen und verletzte Hunderte.
  • 22.15 Uhr: Polizisten stürmen zur Suite. richtet sich selbst, bevor die Sicherheitskräfte in sein Zimmer gelangen.

Bislang war Campos als Held gefeiert worden, weil die Ermittler davon ausgegangen waren, dass Paddock durch das Auftauchen des Wachmanns auf dem Gang davon abgehalten wurde, weiter aus dem Fenster auf Konzertbesucher zu schiessen.

Der Heckenschütze hatte am 1. Oktober vom 32. Stock eines Hotels aus minutenlang tausende Schüsse auf die Besucher eines Freiluft-Country-Festivals abgefeuert und dabei 58 Menschen getötet und hunderte verletzt. Anschliessend erschoss sich der 64-Jährige selbst.