Aargauer Zeitung

So belohnt der Aargau die Helden, die die Kupferdiebe stellten

Sie haben einen Kupferdieb gefasst Christian Kälin, Angelo Schmid, Marco Laube und Therry Guggenbühl erhalten für ihre mutige Tat eine Belohnung von Andreas Schaffner (links) von der Geschäftsleitung der Hornusser Klein AG, Altstoffe und Transporte. chr

Die Ganovenjäger belohnt

Sie haben einen Kupferdieb gefasst Christian Kälin, Angelo Schmid, Marco Laube und Therry Guggenbühl erhalten für ihre mutige Tat eine Belohnung von Andreas Schaffner (links) von der Geschäftsleitung der Hornusser Klein AG, Altstoffe und Transporte. chr

Sie haben Mut bewiesen, als sie Kupferdieben auf dem Schrottplatz beim Bahnhof in Hornussen den Fluchtweg abgeschnitten haben. Jetzt wurden die vier Angestellten der Klein AG von ihrem Chef für die Heldentat belohnt.

Walter Christen

Christian Kälin ist Baggerfahrer auf dem Areal der Recycling-Firma beim Bahnhof Hornussen, Angelo Schmid, Marco Laube und Therry Guggenbühl sind Chauffeure. Diese vier Mitarbeiter der Klein AG fanden, dass es an der Zeit ist, den beiden Kupferdieben das Handwerk zu legen, die regelmässig donnerstags mit einem Auto auf dem Schrottplatz vorfuhren; das beweisen übrigens die Videoaufnahmen der Überwachungskamera.

«Wir haben fest damit gerechnet, dass die beiden wieder an einem Donnerstag auftauchen, und deshalb beschlossen, dass wir sie überraschen und packen werden», schilderte Christian Kälin, was denn auch auf spektakuläre Art und Weise gelungen ist (vgl. AZ vom 1. und 6. Mai).

Was aber, wenn die Aktion nicht so glimpflich abgelaufen wäre? «Wir haben nicht damit gerechnet, dass sich die beiden Ganoven gegen uns vier zur Wehr setzen werden. So war es dann auch – einer von ihnen ist über das Bahntrassee geflüchtet und der andere schien derart überrascht, dass er wie erstarrt stehen geblieben ist und keinen Wank mehr gemacht hat», so Baggerfahrer Kälin.

Mit dem Autoschlüssel geflohen

Wie sich später herausstellte, muss dem 25-jährigen Kosovaren der Schreck nicht nur deshalb ganz gehörig in die Glieder gefahren sein, weil er sich plötzlich den vier Klein-Angestellten gegenüber sah. Vielmehr hat er anscheinend in dem Augenblick auch realisiert, dass er so oder so in der Falle sitzt. Denn sein Kumpan (und zugleich sein Schwiegervater) hatte nämlich mit dem Autoschlüssel in der Tasche das Weite gesucht.

Dankesschreiben der Kriminalpolizei

«Es war ein selbstloser und sehr mutiger Einsatz, zu dem wir euch gratulieren. Es ist der Beweis, dass unsere Angestellten voll und ganz hinter der Firma stehen. Es ist übrigens auch von der Kriminalpolizei ein Dankesschreiben eingetroffen», betonte diesen Donnerstagabend – genau eine Woche nach der Verhaftung des Kupferdiebes – Andreas Schaffner von der Geschäftsleitung der Klein AG, vor versammelter Belegschaft. Jeder der vier erfolgreichen Ganovenjäger erhielt von ihm einen Früchtekorb, und ausserdem wird jedem ein freier Tag gutgeschrieben.

«Wie es mit den Räubern weitergeht, wissen wir noch nicht. Das auf frischer Tat ertappte Duo gibt nur diesen einen Diebstahl zu. Dass sie mehrmals bei uns geklaut haben, streiten beide ab», hielt Andreas Schaffner fest.

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