Unter den Ehrengästen war die Schwester des spanischen Königs Felipe, Elena von Spanien. Die Ursprünge der Reitschule mit den berühmten Lipizzanern gehen auf die grosse Zeit der Habsburger zurück, deren Reich im 16. Jahrhundert auch die Iberische Halbinsel umfasste.

In einer vor der Kulisse der Hofburg eigens errichteten Arena demonstrierten die Bereiter, so heissen die Reiter der Hofreitschule, rund 90 Minuten die "klassische Reitkunst der Renaissancetradition".

Einer der Höhepunkte war eine klassische Schulquadrille - bei der aber nicht nur die üblichen acht, sondern zwölf Pferde genau bestimmten Bahnen folgten. Die Ausbildung der Tiere ist langwierig und gründlich. Es kann bis zu zehn Jahre dauern, bis ein Lipizzaner reif für die Aufführung ist.

Die Hofreitschule gehört zu den Touristen-Attraktionen in der österreichischen Hauptstadt. Jedes Jahr besuchen mehr als 300'000 Menschen die meist ausverkauften Vorstellungen, das Gestüt in Piber oder das Trainingszentrum im niederösterreichischen Heldenberg. Unter den 160 Mitarbeitern sind 21 Bereiter - und seit 2008 auch die erste Bereiterin.