Basel

Stadtgärtnerei darf das Gift nicht verwenden

Die Stadtgärtnerei Basel-Stadt sorgte vor rund zwei Wochen für Aufsehen, als sie mit einem Insektizid gegen Buchsbaumzünsler vorging.

Der Grund: Das benutzte Insektizid sei im europäischen Raum nicht zugelassen und die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei seien somit ungenügend geschützt (bz vom 14. August). Die Stadtgärtnerei stoppte daraufhin den Einsatz mit dem Insektengift und kündigte eine Überprüfung an. Fazit: Das entsprechende Insektizid wird auch künftig nicht mehr eingesetzt, wie Simon Leuenberger von der Stadtgärtnerei der bz sagt.

Das Insektengift sei zwar in der Schweiz für die Bekämpfung von Insekten zugelassen, jedoch nicht spezifisch für Buchsbaumzünsler. Um das eingeschleppte Insekt mit einem geeigneten Mittel zu bekämpfen, arbeite die Stadtgärtnerei nun mit dem Kantonslabor zusammen, sagt Leuenberger weiter. Die Buchsbaumzünsler bereiten der Stadtgärtnerei grosse Sorgen. Denn diese fressen innert kürzester Zeit ganze Bäume kahl. Seit Anfang Juli führt die Uni Basel deshalb im Auftrag der Stadtgärtnerei eine Studie zur Verbreitung des Buchsbaumzünslers durch.

Ziel sei es, offene Fragen zur Biologie dieser Art zu klären, Behandlungsmöglichkeiten zu testen und die räumliche Verbreitung zu erfassen, teilte die Stadtgärtnerei gestern mit. Mit Hilfe von Lockstofffallen werde nun das zeitliche Erscheinen der erwachsenen Falter in zwei Parkanlagen erfasst. Aus dieser Kenntnis könne dann die Generationsabfolge abgeleitet werden. (YDU)

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