Wie das russische Ermittlungskomitee am Freitag bekanntgab, soll die Pilotin zudem illegal auf russisches Territorium vorgedrungen sein. Der Vorwurf des Mordes wird durch "Motive des politischen Hasses" noch erschwert, hiess es in der Mitteilung der Ermittler. "Nachdem sie die Koordinaten einer Gruppe russischer Journalisten ermittelt hatte, teilte sie diese der ukrainischen Armee mit", hiess es.

Diese hätten daraufhin auf exakt diese Position im von Rebellen kontrollierten Gebiet Granaten abgefeuert und die beiden Fernseh-Journalisten Igor Korneljuk und Anton Woloschin getötet, teilten die Ermittler mit.

Die Ermittler wollen über "unwiderlegbare Beweise" für die Schuld der 33-Jährigen verfügen, darunter beispielsweise Granatsplitter, Satellitenbilder und persönliche Aufzeichnungen Sawtschenkos, die ihre Beteiligung bestätigten.

Russland beharrte zudem darauf, dass die Pilotin auf russischem Territorium aufgegriffen wurde. Aus der Ukraine hiess es hingegen, Sawtschenko sei von Separatisten in der Ukraine gefangen genommen und dann nach Russland verschleppt worden.

Sawtschenkos Anwalt wiederholte am Freitag, seine Mandantin sei unschuldig in Haft. Die Frau war in einen Hungerstreik getreten, um gegen ihre Inhaftierung zu protestieren. Sowohl der ukrainische Präsident Petro Poroschenko als auch die Europäische Union sowie Menschenrechtsorganisationen forderten ihre Freilassung.