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Verspätete Samichlaus-Überraschung im Tierpark Berlin: Eisbärin Tonja bringt Junges zur Welt

Jööö: Hier bringt die Berliner Eisbären-Mama Tonja ein Junges zur Welt

Hier bringt die Berliner Eisbären-Mama Tonja ein Junges zur Welt

Späte Samichlaus-Überraschung im Tierpark Berlin: Eisbären-Mama Tonja hat Nachwuchs zur Welt gebracht. Das meerschweinchen-grosse Freudenbündel purzelte in der Nacht zum Donnerstag. Die Freude im Tierpark ist riesig. Doch noch heisst es Daumen drücken, denn die Jungtiersterblichkeit bei Eisbären liegt bei etwa 50 Prozent. 

Seit Wochen warteten die Tierpfleger im Tierpark Berlin auf diesen Moment. Am Donnerstagmorgen war es schliesslich soweit: Eisbärin Tonja brachte Nachwuchs zur Welt. Die Freude über den süssen Fratz ist riesig, doch noch ist das Eisbärenbaby nicht über den Berg.

Nach der traurigen Nachricht vom letzten März, dass das vier Monate alte Eisbärenbaby Fritz gestorben ist, gibt es im Tierpark Berlin wieder Grund zur Freude: Eisbären-Mama Tonja hat in der Nacht auf Donnerstag ein Junges zur Welt gebracht. Entdeckt haben es die Pfleger gleich zu Dienstbeginn auf dem Überwachungsmonitor von Tonjas Stall. Dorthin hat sich die achtjährige Eisbärin bereits vor knapp zwei Monaten zurückgezogen. 

Leider haben die Pfleger bei der späteren Durchsicht der Aufzeichnungen aus dem Stall entdeckt, dass Tonja in der Nacht zunächst zwei Jungtiere zur Welt gebracht hatte, wobei das erste tot geboren wurde, schreibt der Tierpark weiter. 

Absolute Ruhe für Mutter und Baby

«Wir freuen uns sehr. Doch wie auch im letzten Jahr heisst es jetzt erst einmal Daumendrücken», schreibt der Zoo und Tierpark Berlin in seiner Mitteilung. Die Jungtiersterblichkeit bei Eisbären läge bei etwa 50 Prozent. In den ersten 10 Tagen sei die Wahrscheinlichkeit, dass das Jungtier nicht überlebt, besonders hoch. Selbst nach dieser kritischen Phase sei der Nachwuchs noch nicht ganz über den Berg. 

In den kommenden Tagen bleibt ein Besuch bei der Eisbärin und ihrem Baby für die Gäste des Tierparks tabu. Denn absolute Ruhe für Mutter und Nachwuchs seien für den Erfolg der Aufzucht ein entscheidender Faktor. Tonja habe sich – ihren natürlichen Mutterinstinkt folgend – bis zum Herbst ausreichend Fettreserven zugelegt, von denen sie nun zehren kann. (luk)

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