25 Dosen Nassfutter verschlingen die Büsi täglich, 18 von ihnen benötigen täglich Medikamente. Das Geld ist oft knapp im Katzenasyl «Zur letzten Zuflucht» in Buckten BL.

«Aber wenn man keine Ansprüche stellt, dann geht es. Es muss, ich habe keine Alternative», sagt Günther Weber. Denn die Katzen sind sein Leben. Vor allem jene, die niemand mehr will. Seit 30 Jahren finden sie bei ihm Zuflucht.

Sieben Tage die Woche kümmert er sich um die momentan 100 Tiere in seinem Haus. Ferien hat er schon lange nicht mehr gemacht. Seine Arbeit finanziert er durch Spenden. Die Tierhalter bezahlen keine Aufnahmegebühr.

«Ich bin selbst eine halbe Katze»

«Wenn ich sehe, dass eine Katze in akuter Gefahr ist, ausgesetzt oder getötet zu werden – eingeschläfert, wie man so verniedlichend sagt – dann frage ich gar nicht mehr lange», sagt Günther Weber in der Sendung «tierisch».

Der Mann ist nicht nur ein Katzenliebhaber, «ich bin selbst eine halbe Katze» sagt er. Denn: Katzen würden sich nicht unterordnen, so wie es etwa Hunde tun. Und das mache er auch nicht. «Ich mache einfach das, was ich für richtig halte.» (smo)