Grossprojekt

Zürcher Regierung will Innovationspark vorantreiben und zieht Gerichtsurteil weiter vor Bundesgericht

Das Flugplatzareal Dübendorf steht vor zahlreichen Veränderungen.

Das Flugplatzareal Dübendorf steht vor zahlreichen Veränderungen.

Die Zürcher Regierung stellt sich hinter das Grossprojekt Innovationspark auf dem Flugplatzareal Dübendorf und zieht ein Urteil weiter vor Bundesgericht. Damit es vorwärts geht, präsentiert sie zusätzlich einen Plan B.

(agl) Es ist noch vieles unklar, wie es mit der Entwicklung des Flugplatzareals Dübendorf weitergehen soll. Zuletzt legte ein Verwaltungsgerichtsurteil im Juli die Planung des Innovationspark Zürich auf Eis. Am Mittwoch äusserte sich nun die Zürcher Regierung vor den Medien zum weiteren Vorgehen und stellte zunächst klar, dass es mit dem Innovationspark weitergehen soll. So erklärte Regierungspräsidentin Silvia Steiner, dass man das Urteil ans Bundesgericht weiterziehen will. Ein Vorhaben dieser Grösse und Auswirkung rechtfertige die Ausschöpfung aller rechtlichen Mittel, so Steiner.

Doch die Zeit drängt. «Jetzt braucht es entschlossenes Handeln», sagte Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh. Man wolle die aktuelle Situation nutzen, um die Entwicklung des Gesamtareals in einem Synthesebericht zu vereinen. Sowohl der Innovationspark als auch die aviatische Nutzung des Flugfelds sollen darin zusammenkommen. Denn aktuell gebe es nicht nur beim Innovationspark, sondern auch bei der Umnutzung des des Militärflugplatzes Dübendorf in ein ziviles Flugfeld noch offene Fragen.

Den Synthesebericht verfassen soll laut der Volkswirtschaftsdirektorin eine neue Task Force, in der alle relevanten Akteure vertreten sind - auch der Bund. Dieser legt die künftige aviatische Nutzung des Flugplatzes fest. Der Regierungsrat lade den Bund in diesem Zusammenhang auch dazu ein, den Umfang der Nutzung und die Betriebszeiten eines Zivilflugplatzes nochmals vertieft zu prüfen.

Regierung startet Plan B, um rechtliche Grundlagen zu schaffen

«Wir wollen aus dieser Situation das beste machen und uns mit einem Plan B alle Optionen offenhalten», sagte Baudirektor Martin Neukom vor den Medien. Während das Bundesgericht Klarheit über die rechtliche Situation schaffe, wolle die Regierung parallel eine Teilrevision des kantonalen Richtplans einleiten und so die rechtlichen Grundlagen für die Arealsentwicklung schaffen.

Der Innovationspark Zürich soll künftig eine Plattform für Unternehmen und Hochschulen bieten, um Forschung und Entwicklung zu betreiben. Nach einem Urteil des Zürcher Verwaltungsgerichts vom 8. Juli wurde die Planung jedoch weit zurückgeworfen. Das Projekt sei zu gross, um Gegenstand eines kantonalen Gestaltungsplans zu sein, hiess es in der Bergründung zum Urteil. Die Planungen mussten aufgehoben werden. Ebenfalls hängig ist ein Kantonsratsentscheid über einen Kredit von 217,6 Millionen Franken.

Meistgesehen

Artboard 1