Nationalfeiertag

1.-August-Gruss: Ueli Maurer appelliert an Auslandschweizer – und ist «manchmal fast ein wenig neidisch»

Ueli Maurer: Verfrühte 1. August-Glückwünsche

Ueli Maurer: Verfrühte 1. August-Glückwünsche

Zehn Tage vor dem Nationalfeiertag wurde Ueli Maurers Rede online gestellt. Darin spricht er auf sechs Sprachen die Auslandschweizer an. Auf die Frage, ob sie sich im Datum geirrt haben, antwortet Maurers Departement, dass es üblich sei, die Rede früher online zu stellen. Auf Social Media sorgte diese Aktion für Schmunzeln.

Ueli Maurers Grusswort an die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer zum Nationalfeiertag ist bereits auf Youtube zu sehen. Der Bundespräsident mahnt, die Schweizer Werte auch im Ausland zu leben.

Die Schweiz feiert den Nationalfeiertag – allerdings erst in anderthalb Wochen. Auf dem Youtube-Kanal des Bundesrats wurde bereits am Sonntag das Grusswort des Bundespräsidenten an die Auslandschweizerinnen und -schweizer publiziert. Der Zeitpunkt mag irritieren, ist aber nicht ungewöhnlich: Ein Sprecher von Maurers Finanzdepartement sagt dem «Blick», dass die frühe Publikation üblich sei.

Ein Blick ins Archiv zeigt: Auch die letzten zwei bundespräsidialen Ansprachen an die Schweizer im Ausland gingen vor dem 1. August online.

Allerdings ist Maurer deutlich früher dran als Alain Berset letztes Jahr (29. Juli) und Doris Leuthard vorletztes Jahr (31. Juli). Die eigentliche 1.-August-Ansprache veröffentlicht der Bundesrat am 1. August.

In seinem knapp zweiminütigen Grusswort legt Maurer den Fokus auf Schweizer Werte: Man verbinde Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Bescheidenheit und Fleiss mit der Schweiz. Der Bundespräsident ruft den Mitbürgern im Ausland ins Gedächtnis, wie wichtig es sei, dass sie diese Werte verkörperten:

Dafür seien wir ihnen ausserordentlich dankbar, sagt Maurer, der «manchmal fast ein bisschen neidisch» ist auf die Schweizer, die sich im Ausland niedergelassen haben: «Das würde ich manchmal auch gerne.» Wohin es ihn in solchen Momenten zieht, verrät er nicht.

Zum Abschluss wünscht Maurer den Auslandschweizern, dass sie sich an ihrem Wohnort wohl fühlen, sich noch immer mit unseren Werten identifizieren können – und dass sie am 1. August «ein ganz kleines bisschen Heimweh nach der Schweiz haben». (mwa)

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