24 Lehrer bedauern die Anzeige

Mutscheller Lehrer distanzieren sich

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Eine Gruppe von Lehrern der Kreisschule Mutschellen hat eine Aufsichtsanzeige gegen den Entscheid der Schulpflege, einen Gesamtschulleiter einzuführen, eingereicht (AZ Freiamt vom 27. November). Nun haben 24 Lehrer eine Erklärung abgegeben, dass sie sich in aller Form von der Aufsichtsanzeige distanzieren. «Wir sind der Meinung, dass unsere Schule im Moment Ruhe und Besonnenheit braucht, um sich weiterentwickeln zu können», steht in der Erklärung. Die eingereichte Anzeige führe erneut zu Spannungen unter den Kolleginnen und Kollegen, welche dem Schulklima abträglich seien.

«Beurteilung steht uns nicht zu»

«Wir haben dieselbe Situation vor vier Jahren schon einmal gehabt», erklärt Mitunterzeichner Max Mayer. Der Sekundarlehrer bedauert die Aufsichtsanzeige. Mayer ist überzeugt, «dass es uns Lehrern nicht zusteht, die Arbeit unserer Chefs zu beurteilen». Zudem legen die unterzeichnenden Lehrer Wert darauf, dass sie mit der von der Schulpflege getroffenen Wahl zufrieden seien.

Nicht mit Anzeige gerechnet

Die Kreisschulpflege bestätigt derweil, dass die Aufsichtsanzeige eingegangen ist. Mit einer erneuten Anzeige habe man nicht gerechnet, erklärte Katy Meier-Geser. Die Schulpflege-Vizepräsidentin ist überzeugt, dass die Situation heute eine andere sei als vor vier Jahren. Man habe nicht zweimal denselben Fehler gemacht. In den vergangenen Jahren sei auf dem Mutschellen auf eine Gesamtschulleitung hingearbeitet worden. Es sei klar, dass bei 70 Lehrern nicht alle einverstanden seien. «Wir sind aber der Meinung, dass dies für eine Schule dieser Grössenordnung einfach richtig ist», so Meier-Geser weiter. Mit einem Entscheid des Bezirksschulrats zur Aufsichtsanzeige rechnet die Kreisschulpflege noch diese Woche. (dno)

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