Schweiz

50 Jahre Frauenstimmrecht: Verein plant zehntägige Hommage an Schweizerinnen

Die Schweizerinnen mussten Jahrzehntelang für ihr Stimmrecht kämpfen – im Bild der «Marsch auf Bern» mit 5000 Frauen im Jahr 1969.

Die Schweizerinnen mussten Jahrzehntelang für ihr Stimmrecht kämpfen – im Bild der «Marsch auf Bern» mit 5000 Frauen im Jahr 1969.

Nun ist klar, wie der private Verein Hommage 21 das 50-Jahre-Jubiläum des Frauenstimmrechts in der Schweiz umsetzen will. Dessen Geschichte soll unter anderem auf das Bundeshaus in Bern projiziert werden.

(agl) Am 7. Februar 2021 wird es 50 Jahre her sein, dass die Frauen in der Schweiz das Stimm- und Wahlrecht erhalten haben. Zehn Tage lang will das Kunst- und Kulturprojekt Hommage 2021 kommendes Jahr daran erinnern. Der gleichnamige Verein, der von der Tessiner SP-Ständerätin Marina Carobbio präsidiert wird, stellte am Montag an einer Medienkonferenz in Bern die Details vor. Die Leitung des Projekts inne hat die Zürcher Regisseurin und Dozentin Liliana Heimberg.

Im Zentrum der Erinnerungsveranstaltung steht eine Grossprojektion von historischen Bildern rund um das Frauenstimmrecht auf die Fassaden des Bundeshauses sowie der benachbarten Schweizerischen Nationalbank und der Berner Kantonalbank. Am 7. Februar werden dazu Chöre aus der ganzen Schweiz auftreten, wie der Verein in einer Medienmitteilung schreibt. Ebenfalls am Jubiläum beteiligt seien Fachexpertinnen und -experten, Archive und Schulen aus der ganzen Schweiz. In der Stadt Bern werden in der Altstadt Porträts von 52 Frauen aufgestellt, die hervorragende Leistungen erbracht haben, je zwei aus jedem Kanton. Über einen QR-Code können Passantinnen und Passanten Hintergrundinformationen über die Frauen erhalten.

Der Weg zum Schweizer Frauenstimmrecht sei einzigartig, schreibt der Verein Hommage 21. Die Schweizerinnen hätten sich gegen jahrzehntelangen Widerstand durchsetzen und eine Mehrheit der Schweizer Männer und Stände für ihre politischen Rechte gewinnen müssen. «In über hundert Jahren Geschichte haben die Schweizerinnen diverse Taktiken gefunden und angewendet, die ihnen schliesslich 1971 nach vielen Rückschlägen den Erfolg gebracht haben.» Das Projekt Hommage 21 soll nun ihren Mut, ihre Ausdauer und ihren Einfallsreichtum würdigen.

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