Schweiz

76 Prozent der Frauen in der Schweiz sind erwerbstätig – meist in Teilzeit

In der Schweiz haben die meisten erwerbstätigen Frauen ein Teilzeitpensum. (Symbolbild)

In der Schweiz haben die meisten erwerbstätigen Frauen ein Teilzeitpensum. (Symbolbild)

Der Bund hat Indikatoren für die Gleichstellung von Frau und Mann untersucht. Demnach sind 76 Prozent der Schweizer Frauen erwerbstätig, davon aber nur 38 Prozent in einem Vollzeitpensum.

(wap) In der Schweiz gehen 76 Prozent der Frauen zwischen 15 und 64 Jahren einer Erwerbstätigkeit nach. Davon haben aber nur 38 Prozent einen Vollzeitjob. Dies geht aus Daten hervor, die das Bundesamt für Statistik am Montag veröffentlicht hat. Die Schweiz unterscheide sich darin von ihren Nachbarländern, so das BFS. Dort seien generell weniger Frauen erwerbstätig. Frauen, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen, täten dies in den angrenzenden Ländern jedoch häufiger in einem Vollzeitjob.

Die Analyse ist Teil eines Berichts zu Indikatoren der Gleichstellung von Frau und Mann. Untersucht wurde darin auch, wie gross der Frauenanteil unter den Studierenden der Tertiärstufe und in den nationalen Parlamenten ist. Die Schweiz schneide bei allen untersuchten Indikatoren «relativ gut» ab, schreibt das BFS.

Tiefe Löhne und Renten

Der hohe Anteil an Teilzeitpensen unter den erwerbstätigen Frauen berge sowohl Chancen als auch Risiken, so das BFS. Einerseits ermögliche Teilzeitarbeit, anderen Aktivitäten wie Studium, Weiterbildung, Freiwilligenarbeit oder familiären Verpflichtungen nachzugehen. Andererseits sei Teilzeitarbeit oft mit prekären Arbeitsverhältnissen, geringen Karrieremöglichkeiten sowie tieferen Löhnen und Renten verbunden.

In Frankreich arbeiten laut den Zahlen des BFS nur 28 Prozent der erwerbstätigen Frauen Teilzeit, in Italien 33 Prozent. Höher ist der Anteil der Teilzeitpensen von Frauen mit je 47 Prozent in Deutschland und Österreich. Die Schweiz liegt mit einem Teilzeitanteil von 62 Prozent deutlich über diesen Werten.

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