Wahlen 2019

Ab heute werden die letzten Ständeratssitze vergeben: die Hotspots in der Übersicht

25 Sitze sind im Stöckli bereits besetzt. Nun wird in 13 Kantonen das Rennen um die verbleibenden 21 Ständeratssitze entschieden. Kopf-an-Kopf-Rennen sind garantiert.

Erreicht die «grüne Welle» auch den Ständerat? Diese Frage wird während der kommenden vier Sonntage beantwortet, wenn in rund 13 Kantonen die verbleibenden 21 Sitze im Ständerat besetzt werden. Die Wahlen werden spannend, denn in vielen Kantonen werden äusserst knappe Wahlresultate erwartet. Eine Übersicht:

3. November: Kanton Wallis, 2 Sitze

Den Auftakt macht der Kanton Wallis. In der CVP-Hochburg waren bisher beide Sitze von der Partei belegt. Im ersten Wahlgang machte niemand das Rennen, der Bisherige Beat Rieder (CVP) gilt aber als klarer Favorit und wird voraussichtlich wiedergewählt. Um den zweiten Sitz wird es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Marianne Maret (CVP) und Mathias Reynard (SP) geben.

10. November: Kanton Freiburg, 2 Sitze

In Freiburg treten drei Kandidaten an für die zwei offenen Sitze. Neben den beiden Bisherigen, SP-Präsident Christian Levrat und Beat Vonlanthen (CVP), stellt sich auch Johanna Gapany (FDP) zur Wahl. Die beiden Bisherigen gelten als die klaren Favoriten.

10. November: Kanton Genf, 2 Sitze

Gleich sechs Kandidaten stellen sich zur Wahl. Rot-Grün tritt mit dem Spitzenduo Lisa Mazzone (Grüne) und Carlo Sommaruga (SP) an, die auch als die klaren Favoriten gelten. Die bürgerlichen Parteien (SVP, FDP und CVP) treten alle mit eigenen Kandidaten an, nehmen sich so gegenseitig die Stimmen weg und haben kaum eine Chance auf einen Sitz.

10. November: Kanton Waadt, 2 Sitze

Spannend wird es in der Waadt, wo drei Kandidaten antreten. Fast schon sicher gewählt ist Adèle Thorens (Grüne). Ein Kopf-an-Kopf-Rennen wird es zwischen dem Bisherigen Olivier Français (FDP) und Ada Marra (SP) geben.

So sieht das aktuelle Zwischenresultat zu den Ständeratssitzen aus. 25 sind bereits belegt, 19 müssen noch vergeben werden:

17. November: Kanton Bern, 2 Sitze

SP und Grüne gegen FDP und SVP. Vier politische Schwergewichte treten in Bern jeweils in Duos gegeneinander an. Auf der einen Seite der Bisherige Hans Stöckli (SP) und Regula Rytz (Grüne), auf der anderen Seite Werner Salzmann (SVP) und Christa Markwalder (FDP). Wer das Rennen macht, ist noch völlig offen.

17. November: Kanton Solothurn, 1 Sitz

Ein Sitz ist mit Pirmin Bischof (CVP) bereits besetzt, um den zweiten Sitz kämpfen nun der Bisherige Roberto Zanetti (SP) und Christian Imark (SVP). Als ganz klarer Favorit gilt Zanetti.

17. November: Kanton St. Gallen, 2 Sitze

Im ersten Wahlgang erreichten die beiden Bisherigen Beni Würth (CVP) und Paul Rechsteiner (SP) die meisten Stimmen. Für den zweiten Wahlgang tritt nun die SVP mit Roland Rino Büchel ebenfalls nochmals an. Die CVP wird ihren Sitz mit Sicherheit verteidigen können, zwischen Rechsteiner und Büchel könnte es eng werden, wobei Rechsteiner aber als Favorit gilt.

17. November: Kanton Tessin, 2 Sitze

Filippo Lombardi (CVP) und Marco Chiesa (SVP) erreichten im ersten Wahlgang die besten Resultate. Doch ihr Vorsprung war knapp. Beim zweiten Wahlgang wird es nun spannend, da sich alle vier antretenden Kandidaten – Lombardi (CVP), Chiesa (SVP), Merlini (FDP) und Carobbio (SP) ein knappes Rennen liefern werden und sich die bürgerlichen Parteien unter Umständen gegenseitig Stimmen wegnehmen.

17. November: Kanton Zürich, 1 Sitz

Der Bisherige Daniel Jositsch (SP) hat die Wiederwahl im ersten Wahlgang erwartet klar geschafft. Für den zweiten Sitz treten nun der Bisherige Ruedi Noser (FDP) und Marionna Schlatter (Grüne) an. Zwar ist das Rennen noch offen, Noser gilt aber als Favorit.

17. November: Kanton Zug, 1 Sitz

Im ersten Wahlgang hat der Bisherige Peter Hegglin (CVP) die Wiederwahl geschafft. Nun buhlen Matthias Michel (FDP), Heinz Tännler (SVP) und Tabea Zimmermann von den Alternativen–Die Grünen (ALG) um die Gunst der Wähler. Es wird zu einem äusserst knappen Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Michel und Tännler kommen. Tännler verdankt seinen knappen Vorsprung im ersten Wahlgang vor allem dem guten Abschneiden in der Stadt Zug. Hier macht ihm nun Tabea Zimmermann Wähler streitig. Obwohl sie im ersten Wahlgang abgeschlagen auf Rang vier gelandet ist, tritt sie nochmals an.

24. November: Kanton Aargau, 2 Sitze

Ruth Müri (Grüne), Thierry Burkart (FDP), Hansjörg Knecht (SVP) und Marianne Binder-Keller (CVP) treten alle für den zweiten Wahlgang an. Cédric Wermuth (SP) hat seine Kandidatur zurückgezogen. Für den zweiten Wahlgang gilt Burkart, der im ersten Wahlgang die meisten Stimmen holte, als klarer Favorit. Das Rennen um den zweiten Sitz ist offen, wobei Knecht als knapper Favorit gehandelt wird.

24. November: Kanton Basel-Landschaft, 1 Sitz

Im zweiten Wahlgang kommt es zum Duell zwischen Maya Graf (Grüne) und Daniela Schneeberger (FDP) und somit zur Entscheidung zwischen Links und Rechts. Zwar kann die Freisinnige auch im zweiten Wahlgang auf die vereinten bürgerlichen Stimmen zählen. Zulegen wird für sie aber schwierig – im Gegensatz zu Graf, welche die 3500 Stimmen dank Eric Nussbaumers (SP) Rückzug aufholen und die Wahl gewinnen sollte.

24. November: Kanton Schwyz, 1 Sitz

In der bisherigen SVP-Hochburg wird es spannend. Im ersten Wahlgang wurde der Bisherige Alex Kuprecht (SVP) im Amt bestätigt. Zu einem Zweikampf kommt es nun im Rennen um den zweiten Sitz. Gegeneinander treten Pirmin Schwander (SVP) und Othmar Reichmuth (CVP) an. Das Rennen ist offen, wobei Schwander als äusserst knapper Favorit gilt.

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