Schweiz

Abwehrmassnahmen gegen die Rindertuberkulose funktionieren

Rothirsche wandern teilweise vom Vorarlberg ins Bündnerland.

Rothirsche wandern teilweise vom Vorarlberg ins Bündnerland.

Weder in der Schweiz noch in Liechtenstein sind derzeit Fälle von Rindertuberkulose bekannt. In Österreich dagegen grassiert die Krankheit seit mehreren Jahren.

(mg) Über die Grenze geschwappt ist die Rindertuberkulose noch nicht. Wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt, sind derzeit weder die Schweiz noch das Fürstentum Liechtenstein betroffen. Im österreichischen Vorarlberg grassiert die Krankheit seit mehreren Jahren – erst im vergangenen Dezember hat sich ein Verdachtsfall bei einem Betrieb bei Bludenz bestätigt und es mussten über 50 Kühe und Rinder getötet werden.

Einer der Hauptübertragungswege der Krankheit ist der Kontakt zwischen infiziertem Rotwild und Rindern. Darum setzt der Bund auf Massnahmen, die verhindern sollen, dass die Tuberkulose über die Wildbestände in die Schweiz eingeschleppt wird. Diese bestehen in der Hauptsache in der Regulation von Rothirschbeständen und einem Fütterungsverbot. Die Massnahmen würden greifen, wie das BLV schreibt.

«Gefährdung für Mensch und Tier»

Hirsche aus dem Vorarlberg wandern immer wieder nach Graubünden, darum hat man in diesem Kanton ein besonderes Augenmerk auf die Krankheit. Der Erreger beim Wild in Vorarlberg stelle «eine Gefährdung für Mensch und Tier dar», so das BLV.

In Österreich und Deutschland finden im Winter an einigen Orten Wildtierfütterungen statt. Damit soll der Wald geschützt werden. Solche Ansammlungen von vielen Rothirschen seien aber auch eine grosse Übertragungsquelle für die Tuberkulose.

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