Blechlawine

Bereits 7 Kilometer vor dem Gotthard: Osterstau hält Polizei auf Trab

Bereits am vergangenen Wochenende staute sich der Osterreiseverkehr vor dem Gotthard auf mehreren Kilometern Länge.

Bereits am vergangenen Wochenende staute sich der Osterreiseverkehr vor dem Gotthard auf mehreren Kilometern Länge.

Wenn sich über Ostern wieder kilometerlange Blechlawinen vor dem Gotthard-Strassentunnel bilden, ist nicht nur die Geduld der Automobilisten gefragt. Auch auf die Bereitschafts- und Verkehrspolizei Uri warten intensive Tage.

Viele nutzen die Osterzeit, um im Tessin oder in Italien Sonne zu tanken. Das zeigte sich bereits am Wochenende vor Ostern, als sich der Verkehr vor dem Gotthard Richtung Süden auf bis zu 14 Kilometern staute.

Um die Mittagszeit am heutigen Mittwoch warteten die Autofahrer bereits auf einer Strecke von sieben Kilometern vor dem Gotthard. Der eigentliche Osterverkehr wird ab Mittwochnachmittag erwartet, wie das Bundesamt für Strassen in einer Mitteilung schreibt.

«Ab diesem Zeitpunkt müssen Reisende insbesondere vor dem Nordportal des Gotthard-Strassentunnels mit Wartezeiten rechnen.» Von Donnerstag auf Karfreitag könnte sich der Stau vor dem Nordportal die ganze Nacht über nicht auflösen. Der Rückreiseverkehr wird ab Ostermontag erwartet. Die nationale Verkehrsinformationszentrale Viasuisse rechnet dann mit Staulängen von bis zu 14 Kilometern vor dem Südportal des Gotthard-Strassentunnels, dies ähnlich wie in den vergangenen Jahren:

© CH Media

Kantonspolizei Uri verstärkt die Fronteinsätze über die Ostertage

Über die Feiertage ist aber nicht nur die Geduld der sonnenhungrigen Verkehrsteilnehmer gefordert. Auch für die Kantonspolizei Uri ist Ostern eine intensive Zeit, wie Oliver Schürch, Chef der Bereitschafts- und Verkehrspolizei Uri, auf Anfrage unserer Zeitung festhält. Über die Ostertage würden die Fronteinsatzkräfte im Vergleich zu normalen Wochenenden verstärkt. Schürch erklärt:

Der Fokus ihrer Arbeit liege über die Ostertage vor allem auf dem Verkehrsmanagement. «Dabei verfolgen wir zwei Ziele», führt Schürch aus: «Einerseits soll jeder Verkehrsteilnehmer schnell an sein Ziel gelangen, andererseits muss die Funktion der Kantonsstrasse als Notfallachse und Erschliessungsstrasse sichergestellt werden.» So versuche man, den Verkehr möglichst optimal auf die beiden Achsen – Autobahn und Kantonsstrasse – zu verteilen. «Gerät der Verkehr auf der Kantonsstrasse ins Stocken, versuchen wir, möglichst viel Verkehr auf der Autobahn zu halten», sagt Schürch weiter. Dazu «bewirtschafte» die Polizei bei Bedarf die Ausfahrten. Dazu wird eine Polizeipatrouille bei der Ausfahrt postiert, die versucht, den Automobilisten auf den richtigen Weg zu lotsen.

Kommt es auf der Autobahn zu Stau, wird dieser in Blöcke portioniert. Gestaut wird Richtung Süden vom Taubachtunnel bei Erstfeld bis Amsteg, und dann von Meitschligen bis zum Gotthard-Nordportal. «Das Teilstück dazwischen muss frei bleiben, weil es dort in den vielen Tunnels keinen Pannenstreifen gibt und somit auch keine Rettungsgasse gebildet werden könnte», erklärt Schürch. Reicht dies nicht, werden weitere Stauräume im Urner Unterland in Betrieb genommen.

«Anstehen vor der Barriere in Göschenen wird nicht toleriert»

Und wie steht’s um die Einfahrt Göschenen, bleibt die auch bei Osterstau geschlossen? Schürch erklärt das Regime folgendermassen: Ab 3 Kilometern Stau Richtung Süden wird die Einfahrt in Göschenen geschlossen. Ist die Passstrasse über den Gotthard noch nicht offen, wird die Einfahrt nach Möglichkeit immer zur vollen Stunde für 10 Minuten geöffnet. «Was nicht toleriert wird, ist ein Anstehen vor der Barriere in Göschenen», betont Schürch. Das heisst: Die Automobilisten müssen im Zeitraum zwischen der vollen Stunde und 10 Minuten danach einfahren.

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