AKW-Debatte

BKW-Präsident Gasche: 2017 könnte für Mühleberg Schluss sein

Blick auf das AKW Mühleberg - das ENSI fordert dringende Nachrüstungen (Archiv)

Blick auf das AKW Mühleberg - das ENSI fordert dringende Nachrüstungen (Archiv)

Der Verwaltungsratspräsident BKW, Urs Gasche, erklärt erstmals, dass ein Abschalten des umstrittenen Kernreaktors Mühleberg bis 2017 eine ernsthafte Option ist. Die BKW muss umfangreiche Nachrüstungen vornehmen. will sie das AKW weiter laufen lassen.

 Die BKW muss gemäss neuen Vorgaben des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (Ensi) umfangreiche Nachrüstungen vornehmen, wenn er das AKW länger als bis 2017 laufen lassen will. «Es ist für uns absolut offen, ob wir aus wirtschaftlicher Sicht die Investitionen noch tätigen können oder wollen oder ob wir einen Schliesszeitpunkt um 2017 ins Auge fassen müssen», sagt Gasche gegenüber der «Sonntagszeitung».

Dem Konzern stellt sich aber noch ein anderes Problem. Sagt er Ja zu den hohen Investitionen, muss die Anlage aus Rentabilitätsgründen wohl länger laufen als bis 2022, dem bis anhin von der BKW favorisierten Abstelldatum. Dazu Gasche: «Wenn wir alle Auflagen fristgerecht umsetzen, werden wir gemäss dem Ensi fit für den Langfristbetrieb sein. Dann setzen wir aber darauf, dass die Jahreszahl 2022 für ein Abstellen von Mühleberg nicht in Stein gemeisselt ist.» (rsn)

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