Grosseinsatz

Bombendrohung in Bern: 21-Jähriger trug «mit Kabel umwickelte Teile» auf sich

Ein junger Afghane hat am Freitagnachmittag in der Berner Heiliggeistkirche mit dem Zünden einer Bombe gedroht. Er löste damit einen Grosseinsatz der Polizei aus und sorgte für erhebliche Störungen des öffentlichen Verkehrs.

Wie eine Sprecherin der Berner Kantonspolizei nach Ende des Einsatzes sagte, hatte diese um 13.30 Uhr die Meldung erhalten, in der Heiliggeistkirche gebe es einen sich auffällig verhaltenden Mann. Als die Polizei ausrückte, trug der 21-jährige Mann verdächtige Gegenstände auf sich. Es handelte sich um zwei "mit Kabel umwickelte Teile", wie die Berner Kantonspolizei in einer Mitteilung schreibt.

Deshalb evakuierte sie die Kirche und nahm den Afghanen fest. In der Folge sperrte sie die Umgebung der denkmalgeschützten Kirche am Rand des Bahnhofplatzes grossräumig ab.

Autos konnten nicht mehr passieren, etliche Linien des Tram- und Busverkehrs waren unterbrochen. Auch der Haupteingang des Bahnhofs Bern wurde gesperrt, der Bahnverkehr war jedoch nicht tangiert.

Rund fünf Stunden lang dauerten die Sperrungen. Gegen Ende des Einsatzes zerstörte die Polizei kontrolliert einen Gegenstand - ohne ihn zu sprengen, wie sie präzisierte. Polizeisprecherin Ramona Mock sprach von weiteren verdächtigen Gegenständen, welche die Polizei beim Afghanen respektive in der Kirche gefunden habe.

Ob von ihnen eine Gefahr ausgegangen sei, sei noch unklar, sagte sie am frühen Freitagabend. Es werde wohl noch ein paar Tage dauern, bis diese Frage geklärt sei. Der 21-jährige Afghane befinde sich in Haft.

Bern: Grossräumige Sperrung nach Bombendrohung aufgehoben

Grossräumige Sperrung nach Bombendrohung aufgehoben

(sda)

Aktuelle Polizeibilder vom März 2018:

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1