Lohnrunde

Bundesangestellte wollen mehr Lohn und Teuerungsausgleich

Das Bundespersonal will mehr Lohn. Finanzminister Ueli Maurer sieht jedoch wenig Spielraum.

Das Bundespersonal will mehr Lohn. Finanzminister Ueli Maurer sieht jedoch wenig Spielraum.

Die Angestellten des Bundes wollen im nächsten Jahr wenigstens 1 Prozent mehr Lohn und den Ausgleich der Teuerung. Die Bundesverwaltung dagegen verweist auf den engen Spielraum für Lohnanpassungen.

Finanzminister Ueli Maurer traf sich am Dienstag mit den Spitzen der Personalverbände, wie das Eidg. Finanzdepartement und auch die Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal (VBG) am Mittwoch mitteilten.

Maurer habe den Personalvertretern die vom Parlament beschlossenen Kürzungen beim Personal und Anpassungen beim Finanzplan dargelegt, schrieb das EFD. Der finanzielle Spielraum für Lohnerhöhungen im nächsten Jahr sei klein, und der Personalbereich werde weiterhin unter besonderer Beobachtung stehen.

Die Personalverbände verwiesen auf die Nullrunden für das Personal in den Jahren 2016 und 2017, "trotz seit Jahren konsequent hervorragender Rechnungsabschlüsse". Zur VBG gehören der Personalverband des Bundes (PVB) sowie vpod, Garanto und PVfedpol. Ein Gespräch mit Maurer führte auch die Gewerkschaft transfair.

Diskutiert wurde an den Treffen auch über Anpassungen am Lohnsystem und die Senkung des technischen Zinssatzes bei der Pensionskasse Publica per 1. Januar 2019. Konkrete Ergebnisse seien bei beiden Themen erst im Herbst zu erwarten, schrieb das EFD.

Die Personalverbände wollen sich laut ihrer Mitteilung gegen Anpassungen wehren, die zu Lohnsenkungen oder "zu einer Umverteilung von unten nach oben" führen. Bei der zweiten Säule drohe ein Leistungsabbau von bis zu 10 Prozent, falls der Bund sich nicht "deutlich überparitätisch" an Massnahmen beteilige.

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