Die Magistratin erklärte am Mittwoch in einem Interview mit Keystone-SDA-Video, sie habe als Migrationsministerin gesehen, dass die Umweltzerstörung eine Ursache für Migration sei. Deshalb sei sie froh, dass man im Rahmen der Unep beide Aspekte der Problematik diskutieren könne.

Im Unterschied zum Migrationsbereich würden an Konferenzen der Umweltminister Dinge wirklich verhandelt. Bei der Migration sei man da noch ganz am Anfang. Hier seien schon einfachste, unverbindliche Grundlagen sehr umstritten.

Bei der Umwelt habe die internationale Gemeinschaft eine gewisse Übung und Erfahrung, dass man Dinge aushandeln und danach verbindlich erklären könne. Insofern sei für sie die Teilnahme an der Unep in Nairobi "sehr motivierend".

Es handelt sich um die erste Auslandreise der Vorsteherin des Eidgenössischen Departementes für Umwelt, Verkehr und Kommunikation (Uvek). Die Konferenz in der kenianischen Hauptstadt dauert vom 11. bis 15. März. Die Schweiz setzt sich laut Sommaruga namentlich dafür ein, dass die Förderung von Mineralien wie Gold oder Kupfer im Hinblick auf die damit einhergehende Umweltzerstörung besser geregelt wird.

Die Schweizer Delegation wird der Versammlung zudem eine Resolution unterbreiten. Diese soll die Unep beauftragen, die Risiken, Chancen und den internationalen Rahmen für Geoengineering abzuklären. Ein Beispiel für Geoengineering ist die Einlagerung von Kohlendioxid zur Bekämpfung des Klimawandels.