Das teilte das Aussendepartement EDA am Abend mit. Die beiden Kleinstädte haben einen engen Bezug zur Schweiz. In San José de Mayo überreichte Cassis zusammen mit dem Gemeindepräsidenten von Morcote, Nicola Brivio, einen Check für die Restaurierung der Werke des aus dem Tessin stammenden Künstlers Martino Perlasca. Dessen Bilder befinden sich in mehreren Palästen von Montevideo sowie in der Kathedrale von San José de Mayo.

In Nueva Helvetica traf sich der Aussenminister mit Mitgliedern der Schweizer Gemeinschaft. Von den 3,4 Millionen Einwohnern Uruguays haben 50'000 Schweizer Wurzeln. Viele ihrer Vorfahren waren im 19. Jahrhundert nach Uruguay ausgewandert, um der Armut in der Schweiz zu entkommen.

Am Dienstag wird Bundesrat Cassis in Montevideo mit Vize-Aussenminister Ariel Bergamino und mit der Präsidentin des Repräsentantenhauses, Cecilia Bottino, Gespräche führen. Ausserdem trifft sich Cassis mit Mitgliedern der schweizerisch-uruguayischen Handelskammer. Bei diesem Treffen wird unter anderem die Berufsbildung und die Schaffung von Arbeitsplätzen namentlich für junge Menschen ein Thema sein.

Cassis wird anschliessend nach Chile und Brasilien weiterreisen. Diese Länder sind zusammen mit Uruguay wichtige Partner der Schweiz und Gründungsmitglieder der Wirtschaftszone Mercosur. Derzeit verhandelt die Schweiz als Mitglieder der Europäischen Freihandelsassoziation Efta mit Mercosur über ein Freihandelsabkommen.