Schweiz

Bundesrat macht eine Ausnahme für Frankreich: Alain Berset will keine Grenzschliessungen in Basel und Genf

Die Grenze zu Frankreich verläuft in Genf und Basel oft mitten im Stadtgebiet.

Die Grenze zu Frankreich verläuft in Genf und Basel oft mitten im Stadtgebiet.

Technisch gesehen müsste Frankreich mit mehr als 60 Coronafällen pro 100'000 Einwohnern auf die Quarantäneliste. In Agglomerationen wie Genf und Basel sei dies aber nicht verhältnismässig, so Bundesrat Alain Berset.

(wap) Der Bundesrat werde Frankreich in absehbarer Zeit nicht auf die Quarantäneliste setzen, erklärte Bundesrat Alain Berset an einer Medienkonferenz am Mittwoch. Zwar habe Frankreich den Wert von 60 Fällen pro 100'000 Einwohnern erreicht, es gebe hier aber keinen Automatismus. Man müsse berücksichtigen, dass man in Genf und Basel eine grosse grenzübergreifende Bevölkerung habe. Entsprechend gross seien die Folgen einer Grenzschliessung.

Dazu komme, dass gerade in Genf die Zahlen auf der Schweizer Seite nicht besser seien als in Frankreich. Die Quarantäneliste habe bei der Beurteilung von Ferienreisen Sinn gemacht, dies lasse sich aber nicht auf die Situation in den grenznahen Agglomerationen übertragen. Es werde deshalb von Seiten des Bundesrates keinen schnellen Entscheid geben. Zuerst suche die Landesregierung jetzt das Gespräch mit den betroffenen Kantonen.

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