Coronavirus

Bundesrat unterstützt Entwicklung von Corona-Impfstoff und Therapie

Der Bundesrat will 70 Millionen Franken für die Entwicklung, die Produktion und den Zugang zu Coronavirus-Diagnostika, Therapien und Impfstoffen investieren.(Symbolbild)

Der Bundesrat will 70 Millionen Franken für die Entwicklung, die Produktion und den Zugang zu Coronavirus-Diagnostika, Therapien und Impfstoffen investieren.(Symbolbild)

Der Bundesrat will mit einem Betrag von 175 Millionen Franken international humanitäre Hilfe leisten. Damit unterstützt er unter anderem die Entwicklung, die Produktion und den Zugang zu Diagnostika, Therapien und Impfstoffen im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

Die 175 Millionen sind Teil eines 400-Millionen-Pakets, das der Bundesrat vor zwei Wochen beschlossen hatte. Der Betrag soll dazu verwendet werden, die Folgen der Pandemie zu mildern, insbesondere in Entwicklungsländern.

Dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) will der Bundesrat ein zinsloses Darlehen von insgesamt 200 Millionen Franken gewähren. 25 Millionen Franken sollen an einen IWF-Katastrophenfonds gehen. Beide Kredite soll das Parlament in der Sommersession genehmigen.

Die Verwendung der 175 Millionen Franken hat der Bundesrat am Mittwoch konkretisiert. 102,5 Millionen sollen an die UNO und die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung sowie an bilaterale Hilfe in humanitären Krisenregionen gehen. Davon hat die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) bereits 52 Millionen geleistet.

70 Millionen sind für die Entwicklung und Bereitstellung von Diagnostika, Therapien und Impfstoffen gegen COVID-19 vorgesehen. 2,5 Millionen stellt die Schweiz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Koordination der internationalen Reaktion gegen COVID-19 zur Verfügung.

Diese Beiträge seien im Interesse der Schweiz für eine starke internationale Reaktion auf eine Pandemie, die keine Grenzen kenne, teilte der Bundesrat am Mittwoch mit. Er will mit dem Engagement nicht zuletzt Massenfluchten verhindern.

Mit dem Verlust der Existenzgrundlage steige das Risiko von Unruhen, Flucht und irregulärer Migration, schreibt der Bundesrat. Die Schweiz habe ein grosses Interesse, diesen von Armut und Not betroffenen Menschen rasch und unbürokratisch zu helfen.

Der bundesrätliche Entscheid folgt einer Motion der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrates, die für das Jahr 2020 eine Erhöhung der Kredite für humanitäre Hilfe um 100 Millionen Franken fordert.

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