Taxi-Konkurenz

Chauffeurdienst wird weniger lukrativ – mit Folgen für Kunden

Viel Erfolg und viele Streitigkeiten: Der Uber-Hauptsitz in San Francisco.

Viel Erfolg und viele Streitigkeiten: Der Uber-Hauptsitz in San Francisco.

Zu beginn konnte man beim umstrittenen Taxidienst Uber noch Fahrpauschalen anrechnen, doch diese wurden schnell abgeschafft. Nun sollen noch die Gebühren an Uber um 10 Prozent steigen.

Unter der Marke UberPop können sich Privatpersonen als Chauffeure betätigen, auch ohne entsprechende Lizenz. Anfangs köderte der US-Online-Taxidienst Uber solche Hobby-Fahrer mit Fahrtpauschalen. Diese wurden bald abgeschafft.

Und nun wird die Hobby-Taxifahrt noch weniger lukrativ. Uber-Schweiz-Chef Rasoul Jalali bestätigt, dass die Gebühr, die Uber kassiert, am Freitag von 20 auf 30 Prozent erhöht wurde. Will heissen: Pro Fahrt verdient ein Fahrer nur noch 70 Prozent des Kundenentgelts. Jalali sagt, es handle sich dabei um eine internationale Anpassung, die auch in anderen Ländern durchgeführt werde.

Tatsächlich dürfte UberPop für die Firma nicht besonders attraktiv sein, da die Fahrten gegenüber den professionellen Taxifahrern der Marke UberX deutlich günstiger sind. Die Firma betont stets, dass Pop kein Gewerbe, sondern eine Mitfahrgelegenheit sei, bei der der Fahrpreis lediglich die Kosten decke.

Das sehen Taxi-Organisationen hingegen anders, die sich durch die billige Konkurrenz bedroht fühlen, weil sie keine teuren gesetzlichen Auflagen erfüllen müssen.

Aus Kundensicht besteht nun die Gefahr, dass die Anzahl günstiger UberPop-Fahrer schrumpft und sie auf die teurere Variante UberX ausweichen müssen. Zudem schiessen die Uber-Preise jeweils automatisch in die Höhe, wenn in einer Region die Nachfrage das Taxi-Angebot übersteigt.

Laut Jalali zählt Uber in Zürich eine hohe dreistellige Zahl an Fahrern, die meisten mit Taxilizenz. Auch in Basel, Genf und Lausanne ist die US-Firma präsent. «Weitere Städte schauen wir uns an.»

Störer: Schweiz am Sonntag

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