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Corona holt die Leute vor den Fernseher: Private und öffentliche Sender mit Rekordwerten

Die Quoten sind während des Lockdowns in die Höhe geschossen.

Die Quoten sind während des Lockdowns in die Höhe geschossen.

Die öffentlichen und privaten Fernsehsender melden im ersten Halbjahr stark gestiegene Zuschauerzahlen. Die Coronakrise führte zu einem gesteigerten Informationsbedürfnis – national wie auch in den Regionen.

(dpo/sat) Meistgesehene Sendung im ersten Halbjahr ist die «Tagesschau» vom 19. März von Fernsehen SRF, dem ersten Tag des nationalen Lockdowns. Damals schalteten um 19.30 Uhr rund 1,5 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer ihren Fernseher ein, wie SRF am Freitag mitteilte. Das sei der höchste Wert einer Sendung seit sieben Jahren.

Die drei deutschsprachigen Fernsehsender SRF1, SRF2 und SRF Info erreichten von Januar bis Juni einen Marktanteil von 30,4 Prozent. Zur Primetime, der wichtigsten Sendezeit am Abend, erzielte SRF in den ersten sechs Monaten einen Marktanteil von 39,2 Prozent. Dank dem hohen Interesse an Informationen während der Coronakrise sei der Marktanteil von SRF1 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,6 Prozentpunkte auf 22,4 Prozent. Dagegen sank der Marktanteil von SRF2 ohne Live-Sport-Übertragungen um 4,2 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent.

CH Media meldet für seine Sender zweistellige Zuwachsraten

Gross war das Interesse im ersten Halbjahr auch an den Nachrichtensendungen der Fernsehsender von CH Media (wozu auch dieses Portal gehört). Wie das Unternehmen am Freitag mitteilt, legten Tele Züri (plus 13 Prozent) und die verbundenen regionalen TV-Sender TVO (+20%), Tele M1 (+26%), Tele 1 (+10%) und Tele Bärn (+13%) bei der werberelevanten Zielgruppe der 15- bis 49-Jährigen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 60 Prozent zu. Konkret schalteten jeden Tag im Schnitt gut 650'000 Menschen diese regionalen Fernsehsender ein.

Die regionalen und nationalen Sender zusammen erreichten in den vergangenen sechs Monaten im Schnitt täglich gut 1,2 Millionen Personen. CH Media schreibt denn auch von einem «exzellenten ersten TV-Halbjahr». In der Krise profiliert habe sich nämlich auch der Unterhaltungssender 3+, welcher neu zu CH Media gehört. Dieser habe seine Reichweite in der werberelevanten Zielgruppe um 24 Prozent steigern können. Einen Publikumshit landete 3+ namentlich mit der Neuauflage in der Schweiz von «The Voice of Switzerland». Und der Sender TV24 erreichte mit dem neuen Format «Sing meinen Song» für hohe Einschaltquoten.

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