Schweiz

Corona-Leugner werden radikaler: Bund erhöht Schutz exponierter Personen

Gegen die Coronamassnahmen wird immer wieder protestiert – wie hier in Bern. Nun beobachtet der Bund eine Radikalisierung der Szene.

Gegen die Coronamassnahmen wird immer wieder protestiert – wie hier in Bern. Nun beobachtet der Bund eine Radikalisierung der Szene.

Der Bund verzeichnet eine steigende Gewaltbereitschaft in der Szene der Coronaleugner. Weil es zu mehr Drohungen kommt, hat das Bundesamt für Polizei (Fedpol) die Schutzmassnahmen verstärkt.

(rwa) «Die steigende Gewaltbereitschaft der Corona-Leugner-Szene beschäftigt uns stark», sagte Fedpol-Sprecher Florian Näf im «SonntagsBlick». Die Entwicklung sei besorgniserregend. Das Fedpol beobachtet zurzeit eine deutliche Zunahme von Unmutsbekundungen, darunter auch Drohungen.

Diese richten sich vor allem gegen exponierte Stellen wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und gegen Politiker. «In den letzten Monaten mussten die Schutzmassnahmen für einzelne Personen neu beurteilt und verstärkt werden», erklärte Näf weiter. Wen dies betrifft, sagt das Fedpol nicht.

Gemäss «SonntagsBlick» ist besonders Gesundheitsminister Alain Berset ins Fadenkreuz der radikalisierten Corona-Leugner geraten. In einem Chat des Messengerdienstes Telegram soll ein Nutzer eine Fotomontage geteilt haben, in der eine Pistole auf Bersets Schläfe gerichtet ist.

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