Sorgenbarometer

Coronapandemie ist neu die Top-Sorge der Schweizer Bevölkerung

Die Coronapandemie bereitet der Schweizer Bevölkerung laut einer Umfrage neu am meisten Sorgen. (Symbolbild)

Die Coronapandemie bereitet der Schweizer Bevölkerung laut einer Umfrage neu am meisten Sorgen. (Symbolbild)

Die Coronapandemie sorgt die Schweizer Bevölkerung 2020 am meisten. Dies zeigt der neue Sorgenbarometer der Credit Suisse. An zweiter Stelle stehen Sorgen zur Altersvorsorge und Arbeitslosigkeit.

(dpo) Das Ergebnis des neusten Sorgenbarometers der Schweizer Grossbank Credit Suisse (CS) dürfte die wenigsten überraschen: Mit 51 Prozent ist die Coronapandemie die neue Top-Sorge der Schweizer Bevölkerung, wie die CS in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt. Erstaunlich dabei sei, dass eine neue Sorge auf Anhieb auf den ersten Platz vorrücke. heisst es darin.

«Seit der Ersterhebung des Sorgenbarometers vor 44 Jahren hat sich noch nie ein neues Thema als derart grosse Sorge etabliert», lässt sich Manuel Rybach, Global Head of Public Policy and Regulatory Affairs der Credit Suisse, in der CS-Mitteilung zitieren.

Corona-Pandemie bereitet Schweizer Bevölkerung am meisten Sorgen

Corona-Pandemie bereitet Schweizer Bevölkerung am meisten Sorgen

Zu diesem Schluss kommt das Sorgenbarometer der Credit Suisse 2020. Das Vertrauen in den Bundesrat, das Parlament und die Verwaltung ist stark gestiegen, was auch einen Zusammenhang mit dem Zeitpunkt der Befragung der Stimmbevölkerung zu tun hat, so Manuel Rybach von der Credit Suisse.

Neue Prioritäten – alte Sorgen

Das Thema AHV/Altersvorsorge belegt mit 37 Prozent neu den zweiten Platz der Top-Sorgen, gefolgt von der Sorge um die (Jugend-)Arbeitslosigkeit mit 31 Prozent. Abgesehen von der Pandemie sieht die Sorgenlandschaft damit laut CS relativ ähnlich aus wie im Vorjahr. Doch die Priorisierung habe sich verändert, so Manuel Rybach: «Die Altersvorsorge, der Umweltschutz und die Ausländerfrage bleiben zentral, wurden jedoch von den Befragten in ihrer Dringlichkeit zurückgestuft oder bleiben konstant.»

Sorgen um die Altersvorsorge wurden von der Coronapandemie abgelöst.

Sorgen um die Altersvorsorge wurden von der Coronapandemie abgelöst.

Gemäss der CS ist die Sorgenwahrnehmung bezüglich der Pandemie in allen Altersgruppen hoch, aber es zeichnen sich dennoch Unterschiede ab. Während sich 66 Prozent der Altersgruppe 40 bis 49 diesbezüglich besonders Sorgen machen, fällt im Vergleich dazu die Sorgenwahrnehmung bei den Befragten über 70 Jahre mit 37 Prozent um Einiges geringer aus.

Weiter ergab die Umfrage der Credit Suisse, dass die Versorgungssicherheit als wichtigster Schweizer Sicherheitsaspekt wahrgenommen wird. Dazu zählen die Energieversorgung, die Versorgung mit medizinischen Produkten und die Versorgungssicherheit mit Gütern.

Die Umfrageteilnehmer nannten die Coronapendemie auch am Häufigsten als das am dringendsten zu lösende Problem. An zweiter Stelle folgten die Themen Umweltschutz und Klimawandel.

Für den Sorgenbarometer hat das Meinungsforschungsinstitut GFS Bern im Auftrag der Credit Suisse 1798 Stimmberechtigte in der Schweiz zwischen Juli und August befragt. Dabei konnten die Befragten jeweils fünf Top-Sorgen nennen.

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