Wahlen ZG

Die Zuger Regierung wird «einen Tick bürgerlicher»

Erfolgreicher Tag für Stephan Schleiss (Archiv)

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Die SVP ist im Zuger Regierungsrat neu mit zwei Sitzen vertreten. Neben dem Bisherigen Heinz Tännler zieht neu Stephan Schleiss in die Exekutive ein. Abgewählt wurde Bildungsdirektor Patrick Cotti (Alternative - die Grünen). Sieger bei den Kantonsratwahlen waren SVP und Grünliberale.

Die Alternative - die Grünen (ALG) ist im neu zusammengesetzten Regierungsrat nur noch mit Manuela Weichelt-Picard vertreten. Auf der gemeinsamen Wahlliste von SP und ALG war sie doppelt aufgeführt, ihr abgewählter Parteikollege Patrick Cotti dagegen nur einmal. Der SP gelang es nicht, den vor vier Jahren an die ALG verlorenen Sitz zurückzuholen.

Baudirektor Heinz Tännler (SVP) schaffte die Wiederwahl problemlos. Er erreichte hinter Finanzdirektor Peter Hegglin (CVP) das zweitbeste Resultat im siebenköpfigen Gremium. Zudem schickt die SVP mit dem Ökonomen Stephan Schleiss zum ersten Mal einen zweiten Mann in die Zuger Regierung.

Der Steinhauser ist mit 37 Jahren das jüngste Mitglied. Nach der Wahl zeigte er sich vom Ergebnis überrascht. Er freue sich darüber, dass die Exekutive nun "einen Tick bürgerlicher" werde, sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Wiedergewählt wurden Joachim Eder und Matthias Michel (beide FDP) sowie Peter Hegglin und Beat Villiger (beide CVP). Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 44 Prozent.

Bei den Kantonsratswahlen hiessen die Gewinner Grünliberale und SVP. Die Grünliberalen haben in den Gemeinden Zug und Baar je ein Mandat geholt. Die SVP sitzt neu mit 19 Parlamentariern im 80-köpfigen Rat. Bis anhin waren es 17. Gewonnen hat die Partei in Zug (+1) und in Hünenberg (+1).

Wahlverliererin ist die ALG, die vor vier Jahren 5 Sitze hinzugewonnen hatte. Sie verlor 4 Sitze und ist neu noch mit 8 Mandaten vertreten.

Ihren Besitzstand wahren konnten die anderen Parteien. Stärkste politische Kraft bleibt die CVP. Sie holte - wie schon vor vier Jahren - 23 Sitze. Die FDP konnte ihre 20 Sitze verteidigen. Die Stimmbeteiligung betrug 45,7 Prozent.

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