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Die Zuwanderung aus der EU sinkt auf Redkordtief

Die Zuwanderung sank auf ein Rekordtief - der Kuchen Schweiz ist nicht mehr so begehrt.

Die Zuwanderung sank auf ein Rekordtief - der Kuchen Schweiz ist nicht mehr so begehrt.

Noch nie wollen so wenige EU-Bürger in die Schweiz umsiedeln, seit die Personenfreizügigkeit vor zehn Jahren eingeführt worden ist. Das zeigen die neusten Zahlen.

Die Zuwanderung von EU-Bürgern sinkt auch im laufenden Jahr weiter. Dies zeigen noch unveröffentlichte Zahlen aus dem ersten Quartal, welche die «NZZ am Sonntag» publiziert hat. Demnach beläuft sich der Wanderungssaldo per Ende März noch auf 8550 Personen, 13 Prozent weniger als im Vorjahresquartal.

Gleichzeitig ist dies der tiefste Wert, seit vor bald zehn Jahren die volle Personenfreizügigkeit eingeführt wurde.

Insgesamt ging die Nettozuwanderung aus EU- und Nicht-EU-Ländern um 2,6 Prozent zurück. Bei gleichbleibender Entwicklung wird sie 2017 auf deutlich unter 60'000 Personen zu liegen kommen. Das wäre noch ein Wachstum in der Grössenordnung der Stadt Biel.

Politiker reagieren unterschiedlich auf diese Entwicklung. Entscheidend dafür sei wohl die wirtschaftliche Verbesserung in gewissen EU-Staaten, meint der Solothurner FDP-Nationalrat Kurt Fluri gegenüber. Denn letztlich hänge die Höhe der Zuwanderung vor allem von konjunkturellen Faktoren ab.

Glarner spricht von Schwankungsbereich

Für den Aargauer SVP-Mann Andreas Glarner liegt der Rückgang derweil im Schwankungsbereich. Ganz sicher dürfe er keine Ausrede dafür sein, sich mit den bisherigen Massnahmen zur Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative zufriedenzugeben. Der Bundesrat habe den Volksauftrag, die Zuwanderung mit Kontingenten zu drücken.

Glarner, aber auch andere bürgerliche Politiker fordern darum, dass die Regierung per Juni wieder die Ventilklausel anruft und damit vorübergehend die Zuwanderung aus Rumänien und Bulgarien bremst. Die Bedingungen dafür sind laut einer ersten Rechnung erfüllt, zumindest für Zuwanderer, die fünf Jahre bleiben können. Denn der Bundesrat darf die Schutzklausel anwenden, wenn bis Ende Mai mehr als 1042 Rumänen und Bulgaren mit einer solchen Aufenthaltsbewilligung einwandern. Und deren Zahl belief sich schon per Ende Februar auf über 3500.

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