Dornach

Dornach bestellt mehr SBB-Tageskarten

Die Gemeindeversammlung hat der Beschaffung von zwei zusätzlichen SBB-Generalabonemmenten zugestimmt.

Tageskarten SBB in Frick

Die Gemeindeversammlung hat der Beschaffung von zwei zusätzlichen SBB-Generalabonemmenten zugestimmt.

Das Budget 2010 der Gemeinde Dornach schliesst mit einem Aufwandüberschuss von einer halben Million Franken.

Bea Asper

Felix Gebhardt, der Lebenspartner von Gemeinderätin Ursula Kradolfer (Freie Wähler) beantragte der Gemeindeversammlung vom Mittwochabend, die Anzahl SBB-Generalabos von zwei auf drei aufzustocken. Die unpersönlichen Tageskarten seien zu 80 Prozent ausgelastet und somit gewinnbringend für die Gemeinde.

«Ohne den Versuch, ein neues anzuschaffen, wird man nicht herausfinden, ob der Bedarf und die Möglichkeit der ÖV-Förderung nicht höher ist als das jetzige Angebot», gab er dem Gemeinderat mit auf den Weg. Der Rat hatte bei seiner Debatte eine Erhöhung in Betracht gezogen, dann aber verworfen. Gemeindepräsident Kurt Henzi erklärte, man könne eine Budgetplanung nicht darauf abstellen, auf einen Versuch hin Steuergelder auszugeben.

Henzi wies darauf hin, dass der Rat in der Budgetdebatte in einem harten Ringen um jeden Franken das Defizit um 850 000 Franken verringern konnte, aber trotzdem noch einen Aufwandüberschuss von einer halben Million veranschlagen muss.

Doch die Gemeindeversammlung sprach sich in der Abstimmung mit grossem Mehr gar für eine Verdoppelung der Anzahl SBB-Generalabos aus. Der Souverän ist damit dem SP-Antrag von Kantonsrat Hans-Jörg Staub gefolgt, wobei sich Gebhardt in der Diskussion diesem Begehren anschloss. Es sollte die einzige Änderung im Budget werden. Der Voranschlag 2009 wurde einstimmig bewilligt.

Klar gutgeheissen wurde auch die Fortsetzung der Schulsozialarbeit. Diese war vor drei Jahren provisorisch eingeführt worden. Beim Bilanzziehen kam der Gemeinderat zum Schluss, dass die Akzeptanz der geleisteten Arbeit hoch ist. «Schüler, Schülerinnen, Eltern, Lehrpersonen und die Schulleitung können sich die Schule ohne Schulsozialarbeit nicht mehr vorstellen», hält der Gemeinderat fest. Am meisten wurde die Schulsozialarbeiterin für Einzelfälle beigezogen.

Krisengespräche, Projekte in Klassen und Kriseninterventionen in Klassen waren weitere wichtige Formen der Zusammenarbeit von Schulsozialarbeiterin und Lehrpersonen. Themen waren verbale Gewalt, Mobbing, Vandalismus, Diebstahl sowie Kompetenzen und Respekt. Bewilligt wurde eine 50-Prozentstelle und jährliche, wiederkehrende Kosten von 70 000 Franken.

Bedenken zu H18-Anschluss

Das Postulat, welches vor einem Jahr den Gemeinderat beauftragte, die Planung des H18-Anschlusses nochmals zu überdenken, wurde mit grossem Mehr für abgeschrieben erklärt. Die Postulat-Unterzeichnenden (unter anderem Felix Gebhardt) und weitere Redner betonten aber, dass ihre Bedenken nicht ausgeräumt seien. Die Überquerung im Gebiet der Swissmetal sei ein harter Einschnitt in die Birslandschaft, und ob mit ihr wirklich eine Entlastung von Dornach erreicht werde, sei fraglich. «Eine neue Strasse führt immer zu Mehrverkehr»; meinte Philipp Merz (Freie Wähler).

Gemeindepräsident Kurt Henzi ermahnte, das Projekt als langfristige Entwicklungsperspektive zu betrachten und hob die überregionale Bedeutung hervor. So werde das Strassenprojekt auch von den Kantonen Solothurn und Baselland unterstützt und soll bis zu 40 Prozent vom Bund mitfinanziert werden. Allerdings hat der Bundesrat vor wenigen Wochen den Vollanschluss in seiner Prioritätenliste zurückgesetzt - also auf die Jahre nach 2014 verschoben.

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